Britische Regulierungsbehörde FCA erwägt Verbot von Krypto-Derivaten

Die britische Finanzaufsicht FCA erwägt ein Verbot des Verkaufs von Krypto-Derivaten an Kleinanleger, so ein offizielles Dokument vom 1. Juli.

In dem Dokument mit dem Titel "Beschränkender Vertrag für Differenzprodukte, die an Privatkunden verkauft werden", teilte die FCA mit, dass die Regulierungsbehörde in Kürze ein Konsultationspapier über ein mögliches Verbot von Krypto-Derivaten, wie Bitcoin (BTC)-Futures und anderen Krypto-Handelsprodukten veröffentlichen würde.

Die FCA erklärte:

"Wir werden in Kürze ein Konsultationspapier über ein mögliches Verbot des Verkaufs von Derivaten und bestimmten übertragbaren Wertpapieren an Privatkunden, die sich auf Kryptoanlagen beziehen, veröffentlichen."

Die Regulierungsbehörde merkte an, dass sie sich aufgrund ihrer Absicht, die sie im Schlussbericht der britischen Krypto-Vermögenswert-Taskforce äußerte, zu diesem Schritt entschieden hatte. Der Bericht wurde im Juli 2018 veröffentlicht und im Oktober 2018 aktualisiert. Die FCA betonte, dass die neuen Regeln im geplanten Konsultationspapier die endgültige Regelung von Krypto-Differenzkontrakten (CFDs) ersetzen würden.

Ein FCA-Sprecher hat bestätigt, dass die Regulierungsbehörde "in Kürze" ein Verbot bestimmter Produkte im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerte für Kleinanleger durchsetzen würde, wie die Krypto-Medienplattform Crypto Briefing berichtete. Der Sprecher erklärte dem Bericht zufolge:

"Wir werden in diesem Jahr über ein Verbot des Verkaufs von Derivaten an Privatkunden, die mit bestimmten Kryptoanlagen verbunden sind, diskutieren."

Bei einer weiteren öffentlichen Stellungnahme im Zusammenhang mit der Einschränkung von CFDs erklärte die FCA, CFDs seien "komplexe, Hebel-Derivate", die üblicherweise Privatkunden angeboten und ein übermäßiges Risiko darstellen würden. Die Behörde erwarte, dass Kleinanleger statt 267 Mio. Britischen Pfund bis zu 451 Mio. Britische Pfund pro Jahr sparen würden, sobald die einschränkenden Maßnahmen in Kraft treten.

Ende 2018 hat der FCA-Geschäftsführer für Strategie und Wettbewerb Christopher Woolard in seiner Stellungnahme bei der Veranstaltung "The Regulation of Cryptocurrencies" in London ein mögliches Verbot von Krypto-Derivaten angedeutet.

Indessen erklärte der Leiter der britischen Zentralbank kürzlich, dass die neue Kryptowährung Libra von Facebook echte Anwendungsfälle haben könnte, wenn sie mit den globalen regulatorischen Anforderungen konform wäre.