Unklare Rechtslage in Liechtenstein bremst Bitcoin-Geldautomaten aus

Im eigentlich gegenüber Kryptowährungen sehr aufgeschlossene Fürstentum Liechtenstein gibt es wegen rechtlicher Hürden bislang kaum Bitcoin-Geldautomaten, so das Liechtensteiner Volksblatt in einem Bericht vom 14. Januar.

Der Ausbau des Automatennetzes sei im letzten Jahr ins Stocken geraten, so dass sich bislang nur an zwei Standorten Bitcoin-Geldautomaten befinden. “An einigen geplanten Standorten kam es zu Bedenken vonseiten der Geschäftsinhaber”, erklärte Maksymilian Mencel, Inhaber von Bitcoin ATM Liechtenstein, auf Anfrage der Nachrichtenseite.

Die Nachfrage an den zwei bestehenden Geldautomaten halte sich zudem sehr in Grenzen, was auf immer noch große Skepsis in der Bevölkerung gegenüber Kryptowährungen und dem geringen Angebot an Zahlungsakzeptanzstellen geschuldet sei.

Mencel sieht aber auch die immer noch unklare Rechtslage im Umgang mit Kryptowährungen als einen dafür verantwortlichen Faktor. Einige Betreiber hätten demnach ihre Geldautomaten wegen fehlender Genehmigungen nach Aufforderung des Amtes für Volkswirtschaft (AVW) wieder abbauen müssen.

Davon will Bitcoin ATM Liechtenstein jetzt profitieren und an den betroffenen Standorten selbst Geräte aufstellen. Sein Unternehmen sei gut informiert und könne die geltenden Anforderungen erfüllen.

Liechtenstein will zwar mit einem eigenen Blockchain-Gesetz die Rechtslage zu Kryptowährungen umfassend regeln und ein Gesetzentwurf befindet sich bereits in der Vernehmlassung, einer für das Fürstentum typischen Prüfphase von Gesetzesvorhaben. Verabschiedet wurden die neuen Regelungen allerdings bislang nicht.