US-Senatsanhörung: Potenziell "wertvolle" Anwendungen von Blockchain im Energiesektor

Der US-Senat hat eine Anhörung über die Energieeffizient von Blockchain und ähnlichen Technologien abgehalten, wie eine Ankündigung vom 21. August bestätigt.

Die Anhörung zum Thema Energie und natürliche Ressourcen vom US-Senatskomitee in Washington, DC, konzentrierte sich auf die Anwendung von Blockchain und ähnlichen Technologien, sowie die Möglichkeiten zur Verbesserung der Cybersicherheit in der Energiewirtschaft durch die Verwendung ebensolcher Innovationen.

Insbesondere diskutierte der Ausschuss die Folgen bei einem möglichen Anstieg der Strompreise infolge des steigenden Strombedarfs durch Blockchain-Anwendungen. Die Anhörung erörterte ebenfalls Methoden zur Evaluierung der Frage, ob Blockchain die Cybersicherheit in Computersystemen zur Energiezufuhr verbessern kann.

Unter den Sprechern befand sich Thomas A. Golden, Programmdirektor am Electric Power Research Institute (ERPI), welcher berichtete, dass die Institutsforschung hinsichtlich Blockchains Möglichkeiten bereits zu mehreren Pilotenprojekten geführt habe, die vielversprechende Möglichkeiten für den Einsatz von Blockchain zur Ermöglichung transaktiver Energie zeigen.

ERPI rief die Utility Blockchain Interest Group (UBIG) ins Leben; eine Gruppe aus beinahe 40 Energiefirmen, deren Ziel es ist, auf aktuelle Probleme in dem Sektor aufmerksam zu machen und Informationen über die Technologie bereitzustellen. Darüber hinaus hat das Institut die Entwicklung eines Blockchain-basierten, Energiemarktsimulators eingeleitet.

Claire Henly, Geschäftsführerin der Energy Web Foundation, ging auf das Problem des Energieverbrauchs von Bitcoin und ähnlichen Netzwerken ein und wies darauf hin, dass es "wertvolle potenzielle Anwendungen von Blockchain im Energiesektor" gibt. Laut Henly kann Blockchain den Energiemarkt effizienter und offener machen, obwohl es weiterhin einige essentielle Probleme gibt, die gelöst werden sollten, bevor Blockchain den Energiesektor großflächig voranbringen kann.

Arvind Narayanan, Associate Professor für Informatik an der Princeton University, teilte eine neue Perspektive hinsichtlich der möglichen nächsten Schritte für die Technologie und argumentierte:

"Ein Blockchain-basierter Markt könnte attraktiver sein als eine zentralisierte Handelsplattform, wenn Marktteilnehmer einem einzelnen Unternehmen, das die Plattform kontrolliert, abgeneigt gegenüberstehen. Andere Initiativen ermöglichen es ihren Kunden, Strom direkt von "peer-to-peer" miteinander zu handeln, indem sie beispielsweise überschüssige Solarstromanlagen auf dem Dach kaufen und verkaufen. Der Peer-to-Peer-Handel erfordert jedoch weiterhin die Zusammenarbeit von Versorgungsunternehmen, die letztlich den physischen Stromfluss kontrollieren."

Im Hinblick auf das Thema Cybersicherheit sagte Narayanan, dass Blockchain bei der Bekämpfung von Cybersicherheitsrisiken in Energiesystemen mögliche Vorteile mit sich bringt und wies darauf hin, dass "die politischen Entscheidungsträger es als eines von vielen möglichen technischen Werkzeugen zur Bewältigung der Energie-Cybersicherheit ansehen sollten".

Ende Juli sprach auch der Vorsitzende der US-Commodity-Futures-Handelskommission (CFTC), Christopher Giancarlo in einer weiteren Senatsanhörung über das Interesse seine Agentur an Blockchain-Tech. Er betonte jedoch auch, dass adäquaten Maßnahmen eingeleitet werden müssten, damit die CFTC die Implementation der Technologie in Zukunft in Erwägung zieht.