Venezuela startet offiziellen Verkauf des kontroversen Petro-Coins

Die venezolanische Staats-Kryptowährung Petro, die kontrovers diskutiert wird, ist ab jetzt frei zum Kauf, wie das Wirtschaftsministerium von Venezuela am 29. Oktober offiziell auf Twitter verkündet hat.

Laut einer Infografik, die der Twitter-Meldung beigefügt wurde, kann der Petro direkt aus dem Regierungsbestand über die offizielle Webseite erworben werden, alternativ ist dies auch auf sechs autorisierten Kryptobörsen möglich. Der vom Staat herausgegebene Coin kann entweder in Fiat-Währungen bezahlt werden (Grafik: Euro, Yuan, US-Dollar) oder in Kryptowährungen, von Unternehmen und Anlegern, die sich zuvor registriert und einen Verifikationsprozess durchlaufen haben.

Laut dem Twitter-Konto des Petros, das bei Redaktionsschluss gesperrt war, kann der Coin in den Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Litecoin (LTC), Ethereum (ETH) und Dash (DASH) gekauft werden. Wie Venezuelas Verband der Kryptowährungen allerdings meldet, steht der Petro zurzeit jedoch nur in BTC und LTC zur Verfügung.

Die Regierung soll außerdem einen Kommissar für Krypto-Vermögenswerte und dazugehörige Aktivitäten bestimmt haben. Joselit Ramirez ist im Rahmen dieser Tätigkeit auch für Kundenbeschwerden bezüglich des Petros zuständig.

Die sechs Kryptobörsen Bancar, Afx Trade, Cave Blockchain, Amberes Coin, Cryptia und Criptolago sind von der venezolanischen Regierung am 16. Oktober autorisiert worden, den Coin anbieten zu dürfen. Allerdings war bei Redaktionsschluss keine dieser Kryptobörsen unter den Top-100 laut CoinMarketCap.

Zuvor hatte Venezuelas Präsident Nicolas Maduro diesen Monat einen offiziellen Starttermin für den Petro-Verkauf angekündigt, der eigentlich für den 5. November angesetzt war. Erst elf Monate vorher hatte er die Möglichkeit einer staatseigenen Kryptowährung in den Raum gestellt.

Maduro hatte schon durchsickern lassen, dass der Petro auf sechs autorisierten Kryptobörsen erhältlich sein würde, wollte diese damals aber nicht nennen. Auch die Petro-Wallet wurde in diesem Zusammenhang an den Start gebracht, woraufhin Google Play diese aber gelöscht hat.