Visa, eBay, Stripe und Mastercard ziehen sich nun doch aus Facebook Libra zurück

Visa, eBay, Stripe und Mastercard ziehen sich allesamt als potenzielle Investoren aus dem Facebook Krypto-Projekt Libra zurück.

Vier weitere große Namen verlassen das Schiff

Wie Bloomberg am 11. Oktober berichtet, haben sich eBay, Stripe und Mastercard dazu entschieden, nicht mehr an der Facebook Kryptowährung Libra mitzuwirken. Nur wenig später ist auch Visa diesem Schritt gefolgt und erklärte seinen Ausstieg.

Den jüngsten Absagen an Facebook war der Rückzug von PayPal vorausgegangen, der Zahlungsdienstleister hatte Libra schon vergangene Woche verlassen, da dieser eine etwaige Rufschädigung durch das Projekt befürchtet.

Die aussteigenden Unternehmen geben an, dass sie zwar weiterhin an die Vision von Facebook glauben und Potenzial darin sehen, sich für den Moment allerdings nicht daran beteiligen wollen.

Wie Cointelegraph zuletzt berichtet hatte, hatten Visa, Mastercard und Stripe bereits Bedenken, dass sie durch Facebook bei den Aufsichtsbehörden in Verruf geraten könnten. Außerdem hätte der Social-Media Konzern im Vorfeld ein viel größeres Einverständnis von Politik und Behörden kommuniziert, als es nun tatsächlich der Fall ist. Stripe hatte daraufhin jedoch betont, dass ein Ausstieg von Libra zunächst nicht in Frage kommen würde, was sich nun aber scheinbar geändert hat. So schreibt der Zahlungsdienstleister:

„Stripe unterstützt Projekte, die den E-Commerce weltweit für alle Menschen zugänglich machen wollen. Libra hat das Potenzial, dies zu erreichen. Wir werden den Fortschritt des Projekts deshalb weiterhin beobachten und behalten uns vor, zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit der Libra Association zusammenzuarbeiten.“

Coinbase stärkt Facebook den Rücken

Brian Armstrong, der Gründer und Geschäftsführer der großen Kryptobörse Coinbase gibt dem Facebook Projekt derweil indirekt Feuerschutz, da er die amerikanische Politik für ihre abwehrende Haltung gegenüber der Kryptobranche kritisiert.

Darüber hinaus befürchtet Armstrong, dass diese Haltung nicht nur der Kryptobranche schadet, sondern womöglich auch eine waschechte Bedrohung für die ganze USA ist:

„Wenn ein Land langfristig relevant bleiben und wirtschaftlich wachsen will, dann muss es in Forschung, Technologie und Innovation investieren. Wenn die Regierung dabei helfen kann, umso besser, aber zu aller erst sollte sie versuchen, keinen Schaden anzurichten.“