CFTC: Dürfen dem Fintech-Fortschritt nicht „hinterherhinken”

Ein neuer Kommissar der amerikanischen Aufsichtsbehörde für Future- und Optionsmärkte (CFTC) hat am 25. Oktober in einer Rede dazu aufgefordert, die Finanztechnologie – darunter auch Blockchain und Kryptowährungen – „unvoreingenommen“ zu behandeln.

In Tokio hatte Rosthin Benham, im Rahmen der japanischen Konferenz des internationalen Verbandes für Swaps und Derivate (ISDA), angegeben, dass er sich derzeit stark mit den Implikationen der disruptiven Finanztechnologie auseinandersetzt.

„Ich bin verwundert, wieviel Zeit ich mit der Untersuchung von Krypto-Vermögenswerten, Bitcoin, Distributed-Ledger-Technologie (DLT), Künstlicher Intelligenz und Cloud-basierter Programmierung verbringe“, so Benham in seiner Rede.

In diesem Zusammenhang sprach er auch über die vielen potenziellen Anwendungsgebiete der DLT, darunter Blockchain, wobei er die ganze Bandbreite „von Landwirtschaft bis zum Gesundheitswesen, von der Finanzbranche bis zur Kunst, von CryptoKitties bis zum Dogecoin“ auflistete.

Der Ruf nach fairer Behandlung disruptiver Technologien kommt auch von Regulierungsbeauftragten aus anderen Branchen. Wie Cointelegraph diese Woche berichtet hatte, hat der Vorsitzende der amerikanischen Aufsichtsbehörde für Telekommunikation gefordert, dass es „faire Rahmenbedingungen“ für Technologien wie Blockchain geben sollte.

Vorausschauend auf solche Phänomene zu reagieren, wird auch von Benham ausdrücklich betont, der zu seiner Arbeit mit Kryptos, DLT und KI anmerkt:

„Ich hatte kein spezifisches Ziel, ich wollte nur vermeiden, der übliche Regulierungsbeauftrage zu sein, der am Ende des technologischen Fortschritts steht und versucht diesem hinterherzuhinken, um mit der Geschwindigkeit der Innovationen von Märkten, Produkten und Unternehmen mitzuhalten.“

Sowohl die CFTC als auch die amerikanische Aktienmarktaufsicht SEC sind dieses Jahr in den Mittelpunkt der Kryptobranche geraten.

Letztere hatte im August einen Antrag für einen Bitcoin-ETF (Indexfonds) abgelehnt, und verhandelt jetzt mit den etwaigen Herausgebern, die die Bedenken der Aufsichtsbehörde bereinigen wollen.