Western Union CEO: Vorerst keine Kryptotransfer-Option geplant

Western Union-CEO Hikmet Ersek hat laut einem Bericht von MarketWatch vom 13. Juni angekündigt, dass der globale Geldtransferdienst in absehbarer Zeit keine Kryptowährungs-Transferlösung zu seinen Diensten hinzufügen wird.

In einer Rede im Economic Club of New York erklärte der Western Union-CEO, dass die Kunden wegen der besseren Verwendbarkeit von klassischem Papiergeld dieses gegenüber Digitalwährungen bevorzugen würden. Er sagte:

“Die Verbraucher sagen uns, was sie wollen. Die Leute bezahlen ihre Krankenhausrechnungen nicht in Kryptos.”

Ersek nannte auch die allgemein skeptische Haltung der Zentralbanken gegenüber Kryptowährungen als Grund, das Angebot nicht auf Digitalwährungen auszuweiten. Laut Ersek sind die Zentralbanken nicht bereit, die Kontrolle über ihre lokale Währung aufzugeben, um auf eine digitale oder dezentrale Alternative umzusteigen. Er sagte, dass "Nationen auf Flaggen, Verfassungen, Grenzen und Währungen aufgebaut sind", und fügte hinzu, dass keine Zentralbank, die eine Reservewährung besitzt, diese Art von Kontrolle aufgeben wolle.

Im Dezember letzten Jahres hatte Western Union aufgrund der internen Vorschriften des Unternehmens eine Kampagne gegen Transaktionen mit Krypto-Börsen gestartet. In einem Beitrag eines Reddit-Benutzers teilte das Unternehmen der Krypto-Handelsplattform Kraken mit, dass es mit Digitalwährungen in Verbindung stehende Transaktionen nicht verarbeiten werde, da dies gegen interne Regeln verstoßen würde.

Im Februar bestätigte Western Union dann, dass es Transaktionen mit dem Blockchain-basierten Abrechnungssystem von Ripple testet. Ersek sagte: "Wir achten besonders auf die Abwicklung und Optimierung des Betriebskapitals, auch im Regulierungsteil, auf den Compliance-Teil auf die Blockchain-Fähigkeiten".