Hindert Bitcoins derzeitige Volatilität die Einführung eines ETFs?

Am 17. Mai kam es bei Bitcoin (BTC) zu einem „Flash-Crash“, bei dem die Kryptowährung innerhalb weniger Minuten auf 5.700 Euro sank. Auslöser war ein Abverkauf von 5.000 BTC – dies entsprach damals rund 31 Millionen Euro.

Ein einzelner Investor, vermutlich ein Wal – ein Investor, der eine erhebliche Menge an Bitcoin hält – soll einen massiven Verkaufsauftrag an Bitstamp erteilt haben, eine große Bitcoin-Börse mit Sitz in Europa.

BTC/USD Krypto-Diagramm auf Bitstamp am 17. Mai

Aufgrund des Verkaufsauftrages sank der Bitcoin-Preis bei Bitstamp kurzfristig auf 6.400 USD, was dazu führte, dass Verträge auf BitMEX, der international beliebten Plattform für den Handel mit Bitcoin-Margen, innerhalb kurzer Zeit liquidiert wurden.

BitMEX-Verträge wurden durch den „Flash-Crash“ bei Bitstamp aufgelöst, da der Bitcoin-Index von BitMEX vor dem 20. Mai stark von Bitstamps Feed abhängig war.

Vor der Massenauflösung von BitMEX-Verträgen war der Bitcoin-Index der Börse nur von Coinbase Pro und Bitstamp abhängig, und als der Bitcoin-Preis auf Bitstamp sank, fiel der Bitcoin-Preis auf BitMEX abrupt.

Nach dem Vorfall und der Einleitung einer Untersuchung durch Bitstamp hat BitMEX Kraken in seinen Index aufgenommen, um die Manipulationsmöglichkeiten zu verringern.

„Mit Wirkung zum 22. Mai 2019 um 04:00 UTC wird Kraken wieder in mehrere Altcoin- und Bitcoin-Indizes von BitMEX aufgenommen. Dieses Update spiegelt eine Änderung in unserem Kraken-Marktdaten-Feed-Handler wider, der die REST-API von Kraken auf die neue Websocket-API umgestellt hat “, so das BitMEX-Team.

Könnte der Vorfall die Zulassung eines Bitcoin-ETF behindern?

Nach dem unvorhergesehenen Rückgang des Bitcoin-Preises um 18% gaben Forscher in der Kryptoindustrie – darunter auch der Gnosis-Produktentwickler Eric Conner – ihre Bedenken kund. Der Vorfall könnte die Wahrscheinlichkeit beeinträchtigen, dass ein Exchange Traded Fund (ETF) die Zulassung durch die US Exchange Commission (SEC) in naher Zukunft erhält.

Conner fügte hinzu: "Jemand hat einen Verkauf von 5.000 BTC auf BitMEX platziert, den BitMEX für 50% seines Feeds verwendet, und es scheint, dass er einige Algorithmen ausgelöst hat, die eine Kaskade auf BitMEX ausgelöst haben."

Er fügte hinzu, dass jede Ablehnung eines ETF-Vorschlags die Bedenken der SEC in Bezug auf Marktmanipulation an nicht regulierten Börsen beinhaltete:

"Jede einzelne Ablehnung von ETFs hat Marktmanipulationen an nicht regulierten Börsen als Hauptgrund für die Ablehnung genannt."

Die von den Winklevoss-Zwillingen im Juli 2018 eingereichte Antrag und die darauffolgende Ablehnung eines Bitcoin-ETF durch die SEC hat beispielsweise ausdrücklich festgestellt, dass die ETF die Anforderungen der SEC hinsichtlich der Verhinderung betrügerischer und manipulativer Handlungen und Praktiken nicht erfüllt.

Unter Berufung auf das Vertrauen des ETF-Vorschlags in einen Krypto-Asset-Börse und die fehlenden Vorschriften auf den überseeischen Märkten erklärte die SEC:

„Obwohl die Kommission diese vorgeschlagene Regeländerung ablehnt, betont sie, dass ihre Ablehnung nicht auf einer Bewertung beruht, ob Bitcoin- oder Blockchain-Technologie im Allgemeinen Nutzen oder Wert als eine Innovation für Investments hat. Vielmehr lehnt die Kommission diese vorgeschlagene Regeländerung ab, da die BZX, wie im Folgenden ausführlich erörtert, ihrer Aufgabe nach dem Börsengesetz und der Geschäftsordnung der Kommission nicht nachgekommen ist, um nachzuweisen, dass ihr Vorschlag mit den Anforderungen des Börsengesetzes in Einklang steht, Abschnitt 6 (b) (5) insbesondere die Anforderung, dass seine Regeln so gestaltet sein müssen, dass be