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Markus Kasanmascheff
Verfasst von Markus Kasanmascheff,

Zug testet “Crypto Bike Sharing” mit städtischer Blockchain-ID

Inhaber der Blockchain-ID der Schweizer Gemeinde Zug können in einem Pilotprojekt ab sofort Leih-Fahrräder nutzen.

Zug testet “Crypto Bike Sharing” mit städtischer Blockchain-ID
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Die Schweizer Gemeinde und das selbsternannte Crypto Valley Zug hat ein Pilotprojekt zum Verleih von E-Bikes über die städtische Blockchain-ID gestartet, so eine Pressemitteilung vom 14. November.

Wie die Gemeinde Zug mitteilt, wurde das bis Sommer 2019 angesetzte Bike-Sharing-Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Startup “AirBie” realisiert.

Dieses habe eine gleichnamige Smartphone-App entwickelt, mit der insgesamt neun E-Bikes über eine “App lokalisiert, entsperrt und nach Gebrauch am Zielort stehengelassen werden” können. Wer bereits eine Blockchain-ID der Gemeinde Zug hat, kann diese ohne weitere Angaben mit der AirBie-App verknüpfen und anschließend Fahrräder ausleihen. Jeder Nutzer bekommt dafür eine Gutschrift für 20 Stunden gutgeschrieben.

Neben der Blockchain-Technologie zum Entsperren der E-Bikes setzt das Pilotprojekt die energiesparende LoRaWAN-Technik zur Datenübertragung sowie GPS-Sensoren für die Ortung ein. Mitarbeiter der Stadt Zug kümmern sich in der Pilotphase um das Aufladen der E-Bikes.

Die Registrierung einer eigenen Blockchain-ID für die Gemeinde Zug ist auf der Webseite der Stadt möglich. Bislang gibt es für diese neben dem neuen Fahrrad-Projekt drei weitere Anwendungsmöglichkeiten. So ermöglicht der digitale Ausweis einen einfachen Zugang zu allen elektronischen Behördendienstleistungen der Stadt Zug, digitalisiertes Parking-Management sowie das Ausleihen von Büchern ohne Bibliotheksausweis.

Ende Juni 2018 hatte Zug darüber hinaus eine Probeabstimmung mit Hilfe der Blockchain-ID durchgeführt. Neben einer Abstimmung über kleinere kommunale Angelegenheiten wurden die Bürgerinnen und Bürger dabei auch gefragt, ob künftig ein Blockchain-basiertes eID-System für Volksabstimmungen genutzt werden soll. 75 Prozent gaben in einer danach unter den 220 Digital-ID-Nutzern durchgeführten Befragung an, eine Einführung von E-Voting generell zu begrüßen.

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