Australien: Finanzaufsicht setzte Betrieb von zwei Kryptobörsen wegen Drogenhandel aus

Die australische Anti-Geldwäsche Aufsicht hat die Registrierung von zwei Kryptowährungsbörsen im Zusammenhang mit einem Drogenhandelsfall ausgesetzt, teilte die Agentur am Freitag, dem 8. März in einer Pressemitteilung mit.  

Das Australian Transaction Reports and Analysis Center (AUSTRAC) — eine staatliche Finanzermittlungsbehörde, die Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Sozialbetrug und Terrorismus verhindern soll — setzte die beiden Kryptobörsen wegen ihrer Verbindung mit einem mutmaßlichen organisierten Verbrechersyndikat aus.

Laut der gemeinsamen Pressemitteilung von AUSTRAC und der australischen Bundespolizei wurde ein 27-jähriger Mann wegen mehrerer Anschuldigungen wegen Drogenhandels festgenommen. Die Untersuchung ergab, dass der Angeklagte „ein Schlüsselmitglied“ der Kryptobörsen-Unternehmen war, was die Behörde dazu veranlasste, ihre Operationen einzustellen.

Laut Reuters ist der Schritt die erste Aussetzung einer Kryptobörse unter AUSTRACs Autorität, da die neuen Gesetze im letzten Jahr Kryptobörsen in dessen Aufsichtsbereich gebracht haben.

Die Zahl der Betrüger und Verbrechen im Zusammenhang mit der Kryptowährung hat weltweit dramatisch zugenommen. Wie bereits berichtet, wurden im Jahr 2018 Kryptowährung im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro auf illegale Weise beschafft, wie eine Studie des Krypto-Analyse-Unternehmens CipherTrace ergab.

Zuvor hatte die Financial Conduct Authority des Vereinigten Königreichs bekannt gegeben, dass die durch Krypto verursachten Betrugsfälle im Investmentbereich im Jahr 2018 zu Verlusten in Höhe von 225 Millionen Euro geführt haben, wobei rund 5.000 Fälle gemeldet wurden, wie Cointelegraph am 6. Februar schrieb.

Wie Cointelegraph erst gestern berichtete, richtete die Oberste Staatsanwaltschaft Südkoreas eine neue Task Force ein, die darauf abzielt, Betrügereien im Zusammenhang mit Kryptowährung zu bekämpfen. Die Zahl dieser Verbrechen im Land ist Berichten zufolge von 53 registrierten Fällen im Jahr 2016 auf 4.591 im Jahr 2018 gestiegen.