Britische Finanzaufsicht berichtet: 224 Mio. Euro durch Investment-Betrug verloren

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA hat berichtet, dass sich die Verluste durch Investment-Betrügereien - auch im Zusammenhang mit Krypto - im Jahr 2018 auf umgerechnet insgesamt über 224 Mio. Euro belaufen. Die Behörde vermeldete diese Verluste in einer offiziellen Pressemitteilung vom 6. Februar.

Nach Angaben des FCA-Callcenters ging es bei den häufigsten angezeigten Betrügereien um unbefugte Investitionen in Aktien und Anleihen, Devisenmärkte und Kryptowährungen. Opfer verloren durchschnittlich umgerechnet rund 33.000 Euro. Die Anzahl der angezeigten Fälle, bei denen es um solche betrügerischen Investitionen ging, beläuft sich auf insgesamt 4.996. Das sind 85 Prozent aller Betrugsanzeigen im Jahr 2018.

In der jüngsten Warnung an Anleger betonte die FCA, dass Investoren bei ihren Investitionen im ersten Quartal des Jahres, das als die Hauptinvestitionszeit vor dem Ende des Fiskaljahres gilt, besonders vorsichtig sein sollten.

Die Finanzaufsicht hat ebenfalls erklärt, dass sich die Verbreitung von Anlagebetrügereien von der traditionellen, telefonischen Kaltakquise auf Online-Betrug verlagert. Laut der FCA hätten Betrüger Online-Quellen 9 Prozent häufiger als noch im Jahr 2017 genutzt, um Menschen per E-Mail und professionell aussehende Webseiten sowie über Social- Media-Webseiten, wie etwa Facebook und Instagram, zu kontaktieren.

Anfang Januar berichtete das Krypto-Analyseunternehmen CipherTrace, dass im Jahr 2018 umgerechnet rund 1,5 Mrd. Euro auf illegale Weise beschafft wurden. Darunter sind rund 845 Mio. Euro, die von Kryptobörsen gestohlen wurden, und rund 638 Mio. Euro, die durch Betrug, Systeme, bei denen die Organisatoren am Ende verschwinden, sowie betrügerische Initial Coin Offerings (ICOs) verloren wurden.

Im Dezember 2018 enthüllte die FCA, dass sie gegen 18 Unternehmen aufgrund der Nutzung von Kryptowährungen ermittle. Im November 2018 hatte die FCA erklärt, dass sie über 50 Krypto-Unternehmen überprüfe, die möglicherweise ohne eine entsprechende Genehmigung Finanzdienstleistungen angeboten haben.