Ein neuer gemeinsamer europäischer Bankenbericht bestreitet die Wirksamkeit der so genannten digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs).

Der Bericht, der von zwei Arbeitsgruppen unter der Schirmherrschaft der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgelegt wurde, warnt vor "negativen" Auswirkungen einer Einführung einer CBDC.

In dem Bericht wird befürwortet, dass Banken und andere Behörden Digitalwährungen, die keiner zentralen Kontrolle unterstehen, wie zum Beispiel der Bitcoin, "weiterhin breit überwachen".

"Jegliche Schritte in Richtung einer potenziellen Einführung eines CBDC sollten sorgfältig und gründlich geprüft werden. Weitere Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen auf die Zinssätze, die Struktur der Intermediation, die finanzielle Stabilität und die Finanzaufsicht sollten durchgeführt werden", schlussfolgern die Autoren.

"Die Auswirkungen auf Wechselkursschwankungen und andere Vermögenswertkurse sind immer noch weitgehend unbekannt und sollten genauer untersucht werden."

In voneinander unabhängigen Kommentaren zu den Ergebnissen des Berichts sagten die EZB- und BIZ-Führungskräfte Benoît Cœuré und Jacqueline Loh, dass eine dezentralisierte digitale Währung, insbesondere der Bitcoin, "nicht die Antwort auf die bargeldlose Wirtschaft" sei.

Der Ansatz bezüglich CBDCs weitet die Kluft zwischen der EU und den Zentralbanken anderer Ländern weiter.

Russland, Venezuela, die Marshallinseln, Kambodscha, die Türkei und der Iran hingegen stellen entweder selbst Kryptowährungen aus oder stehen dem Konzept dieser zumindest freundlich gegenüber.

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