Französische Zentralbank beobachtet Stablecoins „mit großem Interesse“

Die Banque de France, also die französische Zentralbank, ist interessiert an Stablecoins, wie der Gouverneur des Instituts am 14. Mai in einem Bloomberg Bericht angegeben hat.

Francois Villeroy erklärt dahingehend, dass die Zentralbank „mit großem Interesse beobachtet“, wie Stablecoins in der Privatwirtschaft als Transaktionsmittel für tokenisierte Wertpapiere, Güter und Dienstleistungen eingesetzt werden. Allerdings unterscheidet Villeroy explizit zwischen Stablecoins und Kryptowährungen, da Stablecoins seiner Meinung nach „keine spekulativen Anlageprodukte wie beispielsweise Bitcoin sind“, außerdem wären sie „um einiges vielversprechender“.

Der Gouverneur der französischen Zentralbank hatte sich zuvor wiederholt als Bitcoin-Kritiker gezeigt, so äußerte er schon 2017 auf einer Konferenz in China die folgenden Vorbehalte:

„Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass Bitcoin keine Währung und nicht mal eine Kryptowährung ist. Es ist lediglich ein spekulatives Anlageprodukt, dessen Wert und extreme Volatilität keinerlei wirtschaftliche Grundlage haben. Deswegen ist auch keine Behörde dafür zuständig. Die Banque de France warnt Bitcoin-Anleger, dass sie entsprechende Investitionen auf eigene Gefahr tätigen.“

Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hatte sich zuletzt ähnlich geäußert, als er sagte, dass Kryptowährungen keine Währungen sind, sondern Anlageprodukte. Draghi bezieht seine Kritik darauf, dass es scheinbar niemanden gibt, der für Kryptowährungen bürgt, wohingegen Fiat-Währungen durch die Zentralbanken der jeweiligen Länder abgesichert sind.

Im Gegensatz zu den üblichen Kryptowährungen wie Bitcoin sind Stablecoins so designt, dass ihr Wert direkt an einen anderen Vermögenswert angebunden ist, um die namensgebende „Stabilität“ zu erreichen. Als Anbindung dienen in der Regel Fiat-Währungen oder Edelmetalle. Die meisten Stablecoins sind an eine Landeswährung angebunden, um einige Beispiele zu nennen: TrueUSD (US-Dollar), TrueGBP (Britisches Pfund), TrueAUD (Australischer Dollar) und TrueCAD (Kanadischer Dollar).