EZB-Präsident Mario Draghi: Kryptos sind keine Währungen

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi, sagte, dass Kryptowährungen keine echten Währungen seien. Dies äußerte er des ECB Youth Dialogue Meetings mit den Gewinnern des Generation €uro Students' Award, wie Cointelegraph Italia am 9. Mai berichtete.

Auf dem Treffen beantwortete Draghi eine Frage zu Kryptowährungen, die von einem der Preisträger gestellt wurde:

"Kryptowährungen oder Bitcoins oder ähnliches sind keine wirklichen Währungen - sie sind Vermögenswerte. Ein Euro ist ein Euro - heute, morgen, in einem Monat: Er wird immer ein Euro sein. Und die EZB steht hinter dem Euro. Wer steht hinter den Kryptowährungen? Also sind sie sehr, sehr riskante Vermögenswerte."

Die Krypto-Community reagierte auf Twitter und kritisierte Draghis Haltung und verwies auf die Inflation von Fiatwährungen als Beweis dafür, dass der Euro hinsichtlich seines Kurses auch nicht stabil sei.

Der EZB-Chef behauptete auch, Kryptowährungen seien derzeit "in ihrem Wesen nicht signifikant genug, um unsere Volkswirtschaften auf makroökonomische Weise zu beeinflussen".

Draghi erklärte auch, dass die EZB nicht für eine Regulierung von Kryptowährungen zuständig sei. Stattdessen sei das "etwas, das in die Zuständigkeit des Verbraucherschutzes fällt, wo man sicherstellen will, dass Menschen, die diese Vermögenswerte kaufen, wissen, was sie tun und welche Risiken sie eingehen".

Wie Cointelegraph im September letzten Jahres berichtete, hat die ECB nicht vor, eine eigene Digitalwährung herauszugeben.

Im Mai 2018 hatte das EZB-Vorstandsmitglied Yves Mersch gesagt, dass Banken ihr Geschäft mit Kryptowährungen von anderen Aktivitäten trennen sollten.