„Indexpatient” des Bitcoin-Fiebers vergleicht BTC mit „Internet von 1992“

Wences Casares, Indexpatient des Bitcoin-Fiebers und Gründer der Bitcoin (BTC) Wallet-Firma Xapo, meint, dass die zukunftsträchtige Kryptowährung ggf. mehrere Jahre braucht, um erfolgreich zu sein. Dies sagte er am 29. Oktober in einem Interview mit Bloomberg.

In besagtem Interview bezeichnet Casares BTC als „Gedankenexperiment“, das mehrere Jahre brauchen könnte, um Erfolg zu haben. „Es könnte klappen, es könnte scheitern“, so Casares, wobei er feststellt, dass Bitcoin sich noch im Frühstadium befindet, was seiner Meinung nach „vergleichbar mit dem Internet von 1992“ ist. Allerdings geht er davon aus, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit höher ist als die des Scheiterns.

Der aus Argentinien stammende Casares trägt den Spitznamen „Indexpatient“ (Engl.: Patient Zero), da er als erstes mit dem Bitcoin-Fieber in Berührung kam, als er im Silicon Valley einer der ersten Wegbereiter der Kryptowährung war. Im Jahr 2014 baute er das Unternehmen Xapo auf, das die Verwahrung von Bitcoin in einer entsprechenden Wallet anbietet, wobei es zusätzlich den Service der sogenannten „Cold-Storage“ gibt. Außerdem können Kunden auch eine BTC-basierte Debitkarte anfordern.

Nun prognostizierte Casares, dass es wohl mindestens sieben Jahre bräuchte, um zu beurteilen, ob BTC ein Erfolg ist, und falls ja, ob BTC tatsächlich der globale Standard für Wertaufbewahrung und Zahlungsabwicklung werden kann.

„Wir brauchen einen Politik-unabhängigen Standard der Wertaufbewahrung, was wir zurzeit nicht haben. Also eine Welt, in der der Preis für türkische Lira in Bits angegeben wird, in der der Preis für ein Fass Öl in Bits angegeben wird, in der der Preis für US-Dollar in Bits angegeben wird.“

Allerdings möchte der Bitcoin-Fürsprecher nicht die Fiat-Währungen ersetzen, da dies „keinen Sinn“ machen würde. Dem fügte er hinzu, dass die Vorstellung, dass Blockchain die „grundlegende Idee eines Vermögenswertes verändern könnte, der seinen Wert von einer zentralen Autorität bezieht, wirklich sinnlos ist.“

Casares hatte zuvor schon seine Vision verbreitet, dass BTC ein nicht-politischer Standard der Wertaufbewahrung werden wird. Im letzten Jahr prognostizierte er deshalb, dass der BTC-Kurs „in 5-10 Jahren auf 1 Mio. US-Dollar klettern wird“.

Hinsichtlich Blockchain meinte Casares im Januar, dass sich zwangsläufig eine „robuste“ Blockchain durchsetzen wird, die als globales Transaktionsmedium dient. Seiner Meinung nach liegt die Zukunft der Kryptowährungen in der Zusammenarbeit mit dieser einen robusten Blockchain, wobei er BTC als erste Wahl für diese Aufgabe sieht.