Bitcoin Trader: BaFin warnt vor unerlaubten Krypto-Dienstleistungen

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 20. November eine Warnung vor dem vermeintlichen Kryptowährungshändler Bitcoin Trader veröffentlicht.

Keine Erlaubnis für Geschäfte in Deutschland

Das Unternehmen bietet laut BaFin unter der anonym registrierten Domain de.bitcointraderspro.com eine Applikation für den algorithmischen Handel mit Kryptowährungspaaren an. Die BaFin hebt die dort vollmundig gemachten Versprechungen über ein angeblich marktführendes Geschäftsmodell hervor:

“Das Unternehmen behauptet, der Handel erfolge mit einer Genauigkeit von 99,4%, die Programmierung der Applikation sei die fortschrittlichste, die die Trading-Welt je gesehen habe. Die Software sei den Märkten um 0,01 Sekunden voraus. Investitionen seien ab 250 Euro möglich.”

Bitcoin Trader gebe allerdings weder seine Rechtsform noch den Unternehmenssitz an. Die für solche Geschäfte nötige Erlaubnis nach § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG) zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen im Inland sei von der BaFin nicht erteilt worden.

BaFin greift weiter durch

Die Maßnahmen der BaFin gegen mutmaßliche Krypto-Betrügern und unerlaubte Krypto-Geschäfte geht damit weiter. Vor Kurzem hatte die BaFin die Einstellung des Vertriebs der angeblich durch Gold hinterlegten Kryptowährung Karatgold Coins (KBC) angeordnet. Der Anbieter Karatbars, gegen den mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft ermittelt, bietet mittlerweile angeblich den Rückkauf der Kryptowährung an.