Kryptowährungs-Startup Matrixport: Filiale in Zürich geplant

Matrixport, ein Krypto-Startup aus Singapur, das vom ehemaligen Bitmain-CEO Jihan Wu gegründet wurde, will seine Dienstleistungen von Asien nach Europa ausweiten. Dabei soll sein neues Zürcher Büro eine tragende Rolle spielen.

Das Unternehmen Matrixport, das unter dem Namen Chaintech in der Schweiz eingetragen ist, will ihre Handels-, Kredit- und Depotdienstleistungen im Land anbieten, wie die Schweizer Publikation swissinfo.ch am 26. November berichtet.

Diese europäischen Expansionspläne gab Wu weniger als fünf Monate nachdem Matrixport gegründet wurde bekannt. Das Unternehmen bietet außerbörsliche Handels-, Kredit- und Depotdienstleistungen für Krypto an. Das Unternehmen stellte Dutzende von ehemaligen Bitmain-Mitarbeitern ein, die infolge des Bärenmarktes im Jahr 2018 von Bitmain entlassen wurden. 

Hui Wang, die Matrixport-Chefin in der Schweiz, sagte gegenüber swissinfo.ch, dass das Unternehmen plane, in den nächsten zwei Jahren bis zu 10 Mitarbeiter einzustellen. Sie betonte auch, dass das neue Büro von Matrixport in Zürich nicht nur Kunden nach Asien vermitteln, sondern auch europäischen Kunden umfassende Dienstleistungen anbieten werde.

Schließung von Bitmain-Tochter

Unterdessen soll die Schweizer Tochtergesellschaft von Bitmain in Zug namens Bitmain Switzerland laut swissinfo.ch geschlossen werden. Die Filiale wurde Ende 2018 eröffnet, um die globale Präsenz des Unternehmens zu stärken. Zu diesem Zweck wurden auch Filialen in Amsterdam, Hongkong, Tel Aviv, Qingdao, Chengdu, Shanghai und Shenzhen eröffnet, wie Reuters zuvor berichtete.

Bitmain wurde im Jahr 2013 gegründet und ist einer der größten Bitcoin-Mining-Pools weltweit. Nachdem der Börsengang des Unternehmens im Wert von über 3 Mrd. US-Dollar an der Hongkonger Börse gescheitert war, soll es Ende Oktober 2019 einen Börsengang bei der US-Wertpapieraufsicht SEC beantragt haben.