Bitmain beantragt heimlich Börsengang bei der amerikanischen SEC

Der große chinesische Mining-Konzern Bitmain Technologies hat still und heimlich bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC einen Antrag für einen Börsengang (IPO) eingereicht.

Wie Tencent News am 30. Oktober unter Berufung auf Insiderinformationen berichtet, ist die Deutsche Bank dabei wohl einer der wichtigsten geplanten Geldgeber. Bisher ist allerdings unklar, wieviel Investitionskapital das Unternehmen durch seinen Börsengang einnehmen will.

Deutsche Bank ein möglicher Geldgeber

Laut Tencent News sind Bitmain Mitgründer Jihan Wu und Finanzchef Liu Luyao die treibenden Kräfte hinter den entsprechenden Plänen.

Um die Chancen auf Annahme des dazugehörigen Antrags zu steigern, soll das Unternehmen im Vorfeld Zhen Hua, der ehemals bei der Aktienbörse Nasdaq für den chinesischen Markt zuständig war, als Berater angeheuert haben.

Das Prüfungsverfahren der amerikanischen Börsenaufsicht besteht aus drei verschiedenen Phasen, die zusammen mindestens 1 – 2 Monate dauern werden.

Eine anonyme Quelle, die mit den Anforderungen der SEC vertraut sein soll, meint gegenüber Tencent:

„Die Börsenaufsicht (SEC) hat zwar keine Vorurteile gegen Blockchain-Unternehmen, aber nichtsdestotrotz hat sie Bedenken, was daraus entstehende Probleme angeht.“

Demnach soll die Verbindung von Bitmain zum Bitcoin (BTC) Ableger Bitcoin Cash (BCH) ein möglicher Hinderungsgrund für den Antrag des Mining-Konzerns sein.

Bitmains nächster Versuch

Aufmerksame Leser können sich wahrscheinlich an den vorherigen versuchten Börsengang von Bitmain erinnern, als der Konzern bei der Hongkonger Börse ein IPO in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar anstrebte, das nach langem Hin und Her letztendlich Anfang 2019 gescheitert ist.

Auch in dieser Woche gab es bereits wieder aufregende Ereignisse für Bitmain, als der ehemalige Mitgründer Micree Ketuan Zhan nach internen Streitigkeiten seinen Hut nehmen musste.

Das konkurrierende chinesische Mining-Unternehmen Canaan Creative hat derweil bei der SEC einen eigenen Antrag für einen Börsengang eingereicht, durch den 400 Mio. US-Dollar eingenommen werden sollen. Die Firma will sich an der Aktienbörse Nasdaq unter dem Kürzel CAN notieren lassen.

Bitmain lässt sich davon allerdings nicht beirren, so hat der Mining-Konzern Anfang des Monats die angeblich „weltgrößte“ Mining-Farm im amerikanischen Texas eröffnet.