BitMEX-CEO Arthur Hayes: Plattform für Krypto-Optionen geplant

Arthur Hayes, der Mitbegründer und CEO der großen Kryptoderivatebörse BitMEX, hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen mittelfristig eine Plattform für Kryptowährungsoptionen eröffnen wolle. Hayes enthüllte diesen Plan am 12. April in einem Interview auf dem Podcast Venture Coinist.

Hayes, ein ehemaliger Aktienhändler der Citigroup, gab einen groben Zeitplan für den geplanten Start an und erklärte:

"Wir wollen in etwa 12 bis 18 Monaten eine eigene Optionsplattform eröffnen."

Hayes deutete an, dass man sich bemühe, die Optionsliste zu erneuern und erklärte: "Wir haben jemanden, der in diesem Zusammenhang mit einigen Universitätsprofessoren an einer komplizierten neuen Methode arbeitet".

Optionen sind eine Art Finanzderivat, das einem Käufer das Recht - aber nicht die Verpflichtung - gibt, in der Zukunft einen Vermögenswert zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Sie dienen als Strategien zur Absicherung, zum Schutz oder zur Spekulation unter verschiedenen Marktbedingungen.

BitMEX wurde 2014 gegründet und verzeichnet derzeit ein tägliches Handelsvolumen in Höhe von umgerechnet etwa 9,8 Mrd. Euro. Damit ist sie eine der weltweit größten Kryptobörsen weltweit nach gemeldetem Volumen. Als reine Derivateplattform ist sie jedoch nicht im Kurs- und Volumendurchschnitt von CoinMarketCap im Hinblick auf Bitcoin (BTC) enthalten.

Wie bereits berichtet, hat Hayes kürzlich prognostiziert, dass Bitcoin in diesem Jahr wieder auf die Marke von 8.800 Euro steigen würde. Er erwarte, dass die Markterholung mit dem vierten Quartal 2019 beginnen werde.

Neben ihrer Funktion als Handelsplattform führt BitMEX auch Studien zur Kryptobranche durch. Im Januar veröffentlichte die Börse einen Bericht über die Auswirkungen des Bärenmarktes im Jahr 2018 auf die Bewertungen der Token-Bestände von ICO-Projekten.

Im selben Monat wies die Börse die Medienberichte zurück, laut denen sie die Konten von US-Bürgern und der Einwohner von Québec aufgrund strengerer regulatorischer Maßnahmen geschlossen hätten. Die Börse sagte, dass diese Berichte unrichtig und reißerisch seien.