Industrie 4.0: DXC Technology und Contractus stellen dezentrales Netzwerk auf Basis von Blockchain vor

Der global operierende IT-Dienstleister DXC Technology und das Dresdner Startup Contractus haben gemeinsam auf der Hannover Messe ein denzentrales Industrie 4.0-Netzwerk auf Basis von Blockchain-Technologie vorgestellt, so die Unternehmen einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 27. April.

Die für Industrieunternehmen gedachte Plattform soll ein sicheres, dezentrales Netzwerk bereitstellen, mit dessen Hilfe die teilnehmenden Firmen flexibel interagieren können sollen.

DXC Technology und Contractus beschreiben die Plattform als ein "Ökosystem" zur rechtssicheren Interaktion zwischen einzelnen Partnern mit Hilfe von Smart Contracts, mit welchem Vertragsabschlüsse automatisiert werden können, einschließlich der Dokumentation des Erfüllungsgrads zur vernetzten Produktion.

Das System wurde von den Kooperationspartnern auf der Messe mit zwei Praxisbeispielen vorgestellt. Eines demonstrierte die Auftragsübergabe zwischen Produktionsstandorten und ein weiteres die automatisierte auftragsgesteuerte Fertigung mit Hilfe von Blockchain-Technologie.

Unter dem Stichwort "additive Fertigung" findet mit Industrie- und Forschungspartnern eine erste Projektdurchführung statt, bei der "Partner freie Produktions-Ressourcen miteinander teilen können", erklärten DXC Technology und Contractus in ihrer Pressemeldung.

"Die digitale Beauftragung mit Lieferantenauswahl, Produktion und vollautomatischer Qualitätskontrolle lässt sich bis hin zur Bezahlung direkt zwischen den vernetzten Teilnehmern abwickeln", versprechen die Kooperationspartner.

Das Konzept der Smart Contracts wird auch von anderen Industrieunternehmen bereits für verschiedene Zwecke erforscht. So haben in letzter Zeit vor allem die deutschen Autobauer BMW, Mercedes und Porsche haben in der letzten Zeit damit für Schlagzeilen gesorgt, dass sie neuerdings mit Blockchain-Technologie experimentieren.

Audi testet die Technologie bereits zur zur Abwicklung von physischen und finanziellen Distributionsprozessen und will damit seine weltweiten Lieferketten sicherer und transparenter gestalten.

Aber auch in anderen Branchen stößt das Thema Blockchain auf großes Interesse, wie etwa beim südkoreanischen Elektronik-Giganten Samsung, der Blockchain-Technologien ebenfalls für seine globale Lieferkette nutzen will.

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