Blockchain-Startup erlässt Krypto-POS-Gerät in Indonesien trotz Regulierungen

Das Blockchain-Startup Pundi X hat mit der Markteinführung eines Kryptowährung-Point-of-Sale-(POS)-Gerätes in Indonesien begonnen und geht die riskante Wette ein, dass die Zentralbank ihre gegenwärtige Anti-Krypto-Haltung in den nächsten drei Jahren umkehren wird, wie die South China Morning Post am 4. Juni berichtete.

Ein POS-Terminal ist ein elektronisches Gerät, das Karten und elektronische Zahlungen im Einzelhandel verarbeitet. Die Idee hinter dem Gerät des Startups ist es, digitale Währungen zu einem Tauschmedium im Alltag zu machen. Die Menschen sollten virtuelle Währungen nutzen, um nötige Produkte wie Nahrungsmittel in Einkaufszentren, Cafés und Lokalläden in jenen Läden zu kaufen, in denen das POS-Gerät Verwendung findet.

Obwohl Kryptowährungen in Indonesien nicht als legale Zahlungsinstrumente anerkannt sind, sagte der leitende Rechtsberater der Firma David Ben Kay, dass die Einführung des POS-Geräts trotz des regulatorischen Umfeldes angegangen werden kann. Dies sei möglich, da die Krypto-Funktion des Geräts keine Werkseinstellung ist und auch andere Methoden unterstützt werden, die nach den aktuellen Regeln zugelassen sind. Er erklärte:

"Die Funktionalität zur Verarbeitung von Kryptowährungen ist nicht automatisch. Sie muss aktiviert werden, sobald es in dem Rechtsraum legal zugelassen wird, dass der POS von Einzelhandelsbesitzern installiert wird."

Kay suggeriert, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die asiatischen Autoritäten für digitale Währungen öffnen. Pundi X hat sich dazu entschieden, seine Produkte und Dienste erstmals in Indonesien anzubieten, da das Land eine enorme Population ausweist und hauptsächlich auf Bargeld basiert.

Pundi X soll angegeben haben, bereits Vorbestellungen für das Gerät aus Indonesien, Südkorea, Japan, Singapur und der Schweiz erhalten zu haben. Die Firma will bis zu 100.000 POS-Geräte installieren, um ein Blockchain-basiertes Zahlungsnetzwerk in Südostasien bis 2021 fertigzustellen. Die könnte dazu führen, dass die 80 Prozent der indonesischen Bevölkerung, die keinen Zugang auf ein Bankensystem haben, mit dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen beginnen könnten.

Heute hat der zuständige Bestimmungsausschuss des indonesischen Handelsministeriums (Bappebti) einen Erlass unterzeichnet, der Kryptowährung zu einer an der Börse handelbaren Ware macht. Dharma Yoga, ein Vertreter des Bappebti, merkte an, dass die Regierung von Indonesien bald einen Gesetzesentwurf verabschieden wird, der Krypto-Handelsunternehmen und die Krypto-Besteuerung regulieren und gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorgehen wird.

  • Folgen Sie uns auf: