Nach Bitcoin-Verbot: Kanadische Bank erwägt Eröffnung von Kryptobörse

Eine kanadische Bank, die ihren Kunden den Kauf von Bitcoin (BTC) verboten hat, könnte nun die erste im Land sein, die einen Kryptowährungsbörse eröffnet. 

Wie die Wirtschaftsnachrichtenplattform The Logic am 11. November berichtete, soll die Royal Bank of Canada (RBC) nun derartige Pläne in Betracht ziehen.

RBC plant multifunktionale Börse

Die RBC ist mit einem verwalteten Vermögen von 499 Mrd. US-Dollar die größte Bank Kanadas nach Marktkapitalisierung.

Laut The Logic erwägt die Bank, den Kunden zu ermöglichen, die Börse sowohl für Investitionen als auch für Einkäufe online und in Ladengeschäften zu nutzen.

Zuvor wurde berichtet, dass die kanadische Zentralbank eine digitale Währung verwenden wollte, um die Konsumgewohnheiten der Verbraucher besser nachvollziehen zu können. 

"Die Handelsplattform würde den Kauf und Verkauf einzelner digitaler Coins, darunter Bitcoin und Ether (ETH), sowie den Transfer von Geldern, die verschiedene Arten von Kryptowährungen kombinieren, erleichtern", so die Publikation.

Bitcoin-Käufe "nicht erlaubt"

Es gibt zwar noch nicht viele Informationen dazu, aber ein solcher Schritt würde ganz im Gegensatz zum aktuellen Vorgehen im Hinblick auf Kryptowährungen der RBC stehen. Im vergangenen Jahr hat die Bank Kunden, die Bitcoin oder Altcoins mit Kredit- und Debitkarten kaufen, abrupt gesperrt.

"Mit sofortiger Wirkung verbietet die RBC die Verwendung von RBC-Kreditkarten für Transaktionen mit Kryptowährung. Wir bedauern alle Unannehmlichkeiten, die dies verursachen kann", heißt es in einer Bekanntmachung, die zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht wurde. nbsp]

Andere kanadische Banken hatten das ebenfalls bereits getan, darunter etwa die TD Bank und die Bank of Montreal

Doch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand in letzter Zeit, wie die Behörden mit den Nachwirkungen des Zusammenbruchs von QuadrigaCX umgehen. Das ist eine lokale Kryptowährungsbörse, die Ende 2018 zusammenbrach. Aktuell wird versucht, das verlorene Geld wieder zu beschaffen. Nutzer haben dabei insgesamt rund 190 Mio. US-Dollar verloren.