Die philippinische Zentralbank, die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), hat die Anträge von zwei neuen Kryptobörsen angenommen, wie die Nachrichtenagentur Business World am 6. Juli berichtet.

Chuchi G. Fonacier, Vorsitzender der BSP, gab an, dass die Virtual Currency Philippines Inc. und die ETranss als Handelsplattformen akkreditiert wurden, was diesen wiederum erlaubt, den Philippinischen Peso in virtuelle Währungen umzurechnen. Damit schließen sie sich den bestehenden Kryptobörsen  Rebittance Inc., Betur Inc. und BloomSolutions an.

Die Zentralbank sieht in Digitalwährungen Potential um Transaktionen schneller und günstiger abwickeln zu können, steht jedoch den möglichen Risiken von Volatilität und Kriminalität kritisch gegenüber.

Bei der BSP hatte man zuvor erwägt, ob die neuen Börsen zusätzlich als Herausgeber von elektronischem Geld registriert werden sollten, da sie sogenannte Wallet Dienstleistungen anbieten. Fonacier sagt, dass man jedoch nach internen Gesprächen zu dem Schluss gekommen sei, auf diese Formalität zu verzichten, um den Zulassungsprozess für neue Marktteilnehmer insgesamt zu verschlanken:

„Momentan sind wir dabei die  Regularien zu verfeinern…Falls ein Unternehmen Wallets (elektronische Geldbörsen) anbietet, dann gibt es zwar zusätzliche Auflagen, allerdings ist eine gesonderte E-Geld Lizenz nun nicht mehr zwingend notwendig.“

Die Anti-GeldwäscheBehörde schickt sich an digitale Transaktionen genau zu beobachten, im Zuge der Intensivierung des Kampfes gegen Geld aus illegalen Aktivitäten. Firmen werden verpflichtet, durchgeführte Transaktionen und besonders verdächtige Transaktionen zu melden.

Laut Business World hat die Umwandlung von Peso in digitale Währungen während der letzten Jahre stark zugenommen. Im ersten Quartal ergab sich ein Gesamtwert von 36 Mio. $ pro Monat, betrachtet man die Transaktionen von zwei der registrierten Börsen.

Im April kündigte die philippinische Regierung an, dass sie 10 Blockchain und Krypto Unternehmen gestattet, im Wirtschaftsgebiet Cagayan den Betrieb aufzunehmen. Diese spezielle Wirtschaftszone wurde eingerichtet, um Arbeitsplätze in der Region zu schaffen im Gegenzug für Steuervergünstigungen. Die Verwaltungsbehörde der Wirtschaftszone Cagayan verlangt außerdem, dass Unternehmen innerhalb von zwei Jahren mindestens 1 Mio. $ investieren und zusätzlich bis zu 100.000 $ an Lizenzgebühren entrichten.

Im November des letzten Jahres hat die philippinische Börsenaufsicht angegeben, sie würde die Legalisierung von Digitalwährungen erwägen, indem man diese ggf. als Wertpapiere einstuft. Zuvor hatte die BSP Bitcoin als offizielle Zahlungsmethode akzeptiert.

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