Chinesische Behörden untersuchen illegale Mining-Farmen in der „Mining Welthauptstadt“ Szechuan

Die chinesischen Regierungsbehörden der Provinz Szechuan untersuchen Bitcoin (BTC) Mining-Farmen, die womöglich illegal gebaut worden sind. Dies berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Sina am 30. Mai.

Auf den betreffenden Mining-Farmen sollen insgesamt mehr als 30.000 Gerätschaften beheimatet sein, die für das Mining von Bitcoin eingesetzt werden, allerdings gab es dafür wohl keine Genehmigung der örtlichen Behörden, weshalb nun die entsprechenden Untersuchungen eingeleitet wurden.  

Die illegalen Firmen befinden sich entlang des Flusses Dadu He, ein wichtiger Nebenfluss des Jangtsekiang. Die Anbindung an den Fluss ist für das Krypto-Mining in der Region von großer Bedeutung, da die Stromkosten hier besonders billig sind, was angesichts des hohen Energieaufwands beim Mining von Vorteil ist.

Ein Sprecher der örtlichen Strafverfolgungsbehörden gab an, dass die Untersuchungen weiterhin andauern. Es wurden keine genaueren Details zur Sachlage offengelegt.

Die Provinz Szechuan ist auch als „Welthauptstadt des Minings” bekannt und hat sich diesen Status seit 2017 aufgebaut. Die niedrigen Stromkosten, eine geringe Bevölkerungsdichte und das kalte Klima schaffen ideal Voraussetzungen für die Branche. Damit gehört die Region zu den führenden chinesischen Provinzen für Krypto-Mining, neben den Provinzen Xinjiang, Yannun und Innere Mongolei.

In Kombination dieser Regionen wird deutlich, warum China als Supermacht des Krypto-Minings gilt. Das asiatische Land soll dementsprechend auch die Mehrheit des größten Mining-Pools der Welt kontrollieren.

Wie Sina berichtet, werden 70% aller Bitcoin in China „gefördert“. Von der gesamten chinesischen Fördermenge werden wiederum 70% in der Provinz Szechuan gemint, was auf die Anbindung an den Dadu He zurückzuführen ist.

Vor einiger Zeit hat die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC), eine chinesische Behörde, die mit der Ausarbeitung der volkswirtschaftlichen Strategie beauftragt ist, verlauten lassen, dass sie ein Generalverbot für Krypto-Mining in Erwägung zieht.