CME-Führungskraft: Keine physisch abgewickelten BTC-Kontrakte geplant

Die Chicagoer Börse CME Group habe derzeit nicht die Absicht, Bitcoin (BTC)-Kontrakte mit physischer Abwicklung anzubieten, so ein leitender Angestellter.

Tim McCourt, der globale Leiter für Aktienindex- und alternative Anlageprodukte bei der CME Group, sagte gegenüber MarketsMedia am 1. Oktober, dass alle neuen Kontrakte oder Produkte von der Kundennachfrage bestimmt würden.

Neue Optionen der CME werden in BTC-Futures abgewickelt

Die CME handelt seit Dezember 2017 mit BTC-Futures und hat kürzlich bekanntgegeben, ab dem ersten Quartal 2020 Optionen anbieten zu wollen. Dies müsse allerdings noch von den Aufsichtsbehörden geprüft werden.

Die aktuellen Bitcoin-Futures-Kontrakte werden in bar abgewickelt. McCourt sagte, unter den Kunden sei seit der Einführung des Produkts "die Nachfrage nach Optionen auf unsere Futures auf Platz eins".

Seit Dezember 2017 gab es 20 erfolgreiche Futures-Abwicklungen nach deren Ablauf. Über 3.300 Einzelkonten haben dabei mit dem Produkt gehandelt. Über das Jahr betrachtet wurden bisher 7.000 CME Bitcoin-Futures-Kontrakte - das entspricht rund 35.000 BTC - täglich gehandelt. Im Mai dieses Jahres war dies ein neues Allzeithoch

Institutionelles Interesse an Bitcoin wächst

McCourt erklärte: "Das institutionelle Interesse an Bitcoin wächst, aber sie brauchen Zeit, damit sie sich mit dem Markt vertraut machen und eine Genehmigung für den Einsatz neuer Produkte erhalten".

Aktuell beschränkt sich die institutionelle Nutzung auf Hedgefonds, Rohstoffhandelsberater und Vermögensverwalter sowie auf Krypto fokussierte Hedgefonds und Handelsunternehmen.

Die geplanten Optionen werden die derzeitige Technologie der CME Group sowie Matching-Engine- und Clearing-Mechanismen nutzen. Das Produkt wird aktuell noch getestet.

Bakkt führt physisch abgerechnete Futures ein

Ende September eröffnete die Intercontinental Exchange ihre mit Spannung erwartete, regulierte Plattform Bakkt . Diese bietet physisch abgewickelte BTC-Futures-Kontrakte und Depotdienstleistungen an, die von der Regulierungsbehörde CFTC genehmigt wurden.

Der schleppende Start von Bakkt wird als möglicher Mitgrund des jüngsten Bitcoin-Rückgangs betrachtet. In den Tagen nach dem Start von Bakkt fiel das BTC/USD-Paar von knapp 10.000 US-Dollar auf unter 8.000 US-Dollar.

Adam White, der Betriebsleiter bei Bakkt, hatte zuvor gegenüber Reportern erklärt, dass die Plattform hoffe, dass ihre Futures die Preisfindung langfristig unterstützen würde.