Coinbase löscht Account des umstrittenen Rechtspopulisten Milo Yiannopoulos

Die große amerikanische Kryptobörse Coinbase hat den britischen Rechtspopulisten Milo Yiannopoulos von ihrer Plattform gebannt, wie dieser am 3. Mai über Gab mitgeteilt hat.

Yiannopoulos ist ein kontroverser politischer Kommentator und Redner, der wiederholt wegen rechter Äußerungen in die Kritik geraten ist, obwohl er sich selbst als „kulturell libertär“ einordnet. Yiannopoulos war zunächst als Redakteur der ultra-konservativen Webseite Breitbart News bekannt geworden, die als Hofberichterstatter von Donald Trump galt.

Coinbase hat das Konto von Yiannopoulos anscheinend innerhalb von drei Minuten gesperrt, wie dieser nun angibt:

Screenshot of Yiannopoulos Gab post

Bildschirmfoto der Mitteilung von Milo Yiannopoulos. Quelle: Gab

Yiannopoulos wurde zuvor auch auf diversen Social-Media Plattformen gebannt, darunter Facebook, Instagram und Twitter, wie der Guardian berichtet hat. Ein Facebook-Sprecher gab damals gegenüber der Zeitung als etwaigen Grund an, dass „wir schon immer Einzelpersonen oder Organisationen gebannt haben, die Gewalt und Hass verbreiten. Der Prüfungsvorgang für mögliche Verstöße gegen unsere Richtlinien ist sorgfältig und hat letztendlich dazu geführt, dass die entsprechenden Konten gelöscht wurden.“

Im Januar hatte Coinbase ebenfalls das Konto des Gab Gründers Andrew Torba aufgekündigt. Das alternative soziale Netzwerk hat Schwierigkeiten einen kooperationsbereiten Zahlungsdienst zu finden, da die Plattform als Sammelstelle für Personen gilt, die von anderen Social-Media-Kanälen verbannt wurden.

Im April 2018 hatte Coinbase das Konto des WikiLeaks Shop gelöscht, da der Shop, der der Plattform für Whistleblower angehört, vermeintlich gegen die Richtlinien der Kryptobörse verstoßen hat. Im Dezember hatte Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, wiederholt dazu aufgefordert, dass Spenden in Form von Kryptowährungen eingereicht werden sollten, um die „Blockade“ der verschiedenen Landesregierungen zu umgehen.