Coinbase Geschäftsführer verneint Börsengang „in naher Zukunft“

Große amerikanische Kryptobörse und Wallet-Service Coinbase plant nicht „in naher Zukunft“ einen Börsengang (IPO) durchzuführen, wie Asiff Hirji, deren operativer Geschäftsführer, am 31. Oktober gegenüber Bloomberg sagte.

Bei Bloomberg TV sagte Hirji, der 2017 noch selbst auf einen eventuellen Börsengang hingewiesen hatte, dass das Unternehmen den Schritt zwar „irgendwann“ machen würde, dieser zurzeit aber „nicht mal ansatzweise“ eine hohe Priorität hätte. So führt er weiter aus:

„In naher Zukunft wird es keinen Börsengang geben, wir haben so viele andere Dinge zu tun.“

Erst letzte Woche hatte der CNBC-Moderator Ran Neuner die Gerüchte um einen möglichen Coinbase Börsengang neu aufkochen lassen, als er ankündigte, dass seine Sendung Crypto Trader neue Details dazu offenlegen würde.

Allerdings war dem nicht so, Hirji gab lediglich bekannt, dass der Vorstand plane, „die Absatzkanäle zu diversifizieren“, was in den nächsten Jahren über die verschiedenen Plattformen geschehen soll.

Coinbase wurde diese Woche mit 8 Mrd. US-Dollar bewertet, nachdem eine neue Investitionsrunde 300 Mio. US-Dollar an Risikokapital generieren konnte.

Des Weiteren sagt Hirji, dass Coinase zukünftig versuchen wird, die komplexen US-Regulierungsvorschriften zu umgehen, indem zunehmend auf den Handel mit ausländischen Kunden gesetzt wird und diesen eine größere Bandbreite an Krypto-Anlagen geboten werden soll.

„Derzeit bieten wir 7 Kryptowährungen an. Sie können also davon ausgehen, dass wir im nächsten Jahr auf eine höhere Zahl aufstocken werden [200 – 300], die uns sinnvoll erscheint.“ Dem fügt er hinzu:

„Einige Produkte werden in den USA angeboten, aber eine Vielzahl der Produkte wird außerhalb der USA angeboten.“

Die Kryptobörse Bittrex hatte zuletzt einen ähnlichen Schritt gemacht, wobei der US-Markt vom internationalen Markt abgekoppelt wird. Dementsprechend registrierte die Plattform jetzt einen Ableger in Malta.