Bitfinex-Anteilseigner: Initial Exchange Offering mit Token im Wert von 1 Milliarde US-Dollar startet bald

Der Bitfinex-Aktionär Zhao Dong hat Details des geplanten Initial Exchange Offering (IEO) in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar geteilt, welches in den nächsten Tagen starten soll, um einen nativen Token auszustellen.

Laut einem Bericht des Krypto-News-Outlets CoinDesk vom 1. Mai hat der chinesische Bitcoin (BTC)-Milliardär am Mittwoch in einen öffentlichen Chat auf dem lokalen Messenger WeChat gepostet, dass der Verkauf ein Gesamtvolumen von 1 Milliarde Token zum Preis von 1 US-Dollar pro Stück bei einem Mindestbetrag von jeweils 1 Million US-Dollar umfassen wird.

Zhao - der einen großen chinesischen BTC-Over-the-Counter-Händler leitet und der Gründer des in Singapur ansässigen DFunds ist - sagte weiter, dass bereits 500 Millionen Dollar an Token ausgegeben wurden. Er wird mit den Worten zitiert, dass "nur qualifizierte ausländische Investoren investieren dürfen", und dass alle Interessierten bis zum 5. Mai ihre vorläufige Zustimmung zum IEO abgeben müssen.

Sobald die Investoren die Möglichkeit bekommen, das Whitepaper des Tokens zu überprüfen, können sie dann entweder ihr Bek aufheben oder sie als harte Verpflichtung festigen, indem sie eine 10%ige Einzahlung leisten, fügte Zhao angeblich hinzu. Der Aktionär erläuterte dies weiter:

"Das System arbeitet nach dem First-In, First-Served-Prinzip. Sind alle Token vollständig zugeteilt, müssen wir den IEO nichtfür Endkunden öffnen und es wird wie eine Privatplatzierung sein."

Der neue Token wird von Zhao dem Bericht zufolge als ein Hybrid aus dem Modell für den Kryptoaustausch von Binance's nativer Token-Binance-Münze (BNB) - mit der Binance-Nutzer Börsengebühren bezahlen - und Bitfinex's ehemaligem BFX-Token charakterisiert.

Wie bereits berichtet, wurden im Jahr 2016 von der Börse BFX-Token ausgegeben, um Bitfinex-Nutzer zu entschädigen, die von einem großen Hack mit einem Diebstahl von rund 120.000 BTC betroffen waren.

Zhaos erste Bekanntgabe der IEO- und Token-Pläne von Bitfinex am 29. April sorgte angesichts der langen Geschichte von Kontroversen, die sowohl Bitfinex als auch das angeschlossene USD-Stablecoin-Startup Tether betrafen, in der Crypto-Community für Bedenken.

Wie kürzlich berichtet, hat die New Yorker Staatsanwaltschaft in diesem Monat Bitfinex vorgeworfen, 850 Millionen Dollar an Nutzereinlagen verloren zu haben, und dass Bitfinex den Fehlbetrag anschließend heimlich mit Mitteln von Tether ausglichen hatte. Letzteres hatte weitere Kritik ausgelöst, weilbei Thether angeblich nur 74% durch USD-Reserven hinterlegt sind.

In einer offiziellen Erklärung wies Tether die Behauptungen zurück und erklärte, dass die Gerichtsakten des Generalstaatsanwalts von New York mit bösen Absichten und mit falschen Behauptungen durchsetzt seien, auch in Bezug auf den angeblichen Verlust von 850 Millionen Dollar.