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Prashant Jha
Verfasst von Prashant Jha,Ehemaliger Redaktionsautor
Ana Paula Pereira
Geprüft von Ana Paula Pereira,Redakteur

Insolventer Krypto-Kreditgeber Genesis verklagt Gemini: 689 Millionen US-Dollar zurückgefordert

Genesis behauptet, Gemini habe kurz vor der Insolvenz rund 689 Millionen US-Dollar von Genesis auszahlen lassen und fordert das Geld nun zurück.

Insolventer Krypto-Kreditgeber Genesis verklagt Gemini: 689 Millionen US-Dollar zurückgefordert
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Der insolvente Krypto-Kreditgeber Genesis Global Capital hat eine Klage gegen die Kryptowährungsbörse Gemini eingereicht und fordert 689 Millionen US-Dollar an bevorzugten Transfers zurück, wie aus einem Gerichtsdokument vom 21. November hervorgeht.

In der Klage heißt es, dass Gemini in den 90 Tagen vor der Insolvenzanmeldung von Genesis im Januar einen "Gesamtbruttobetrag von nicht weniger als 689.302.000 US-Dollar" auf Kosten anderer Gläubiger abgezogen habe und weiterhin davon profitiere, indem es das Eigentum, das Genesis zurückfordern will, behält. Der Rat von Genesis forderte das Gericht auf, die im US-Insolvenzgesetz vorgesehenen Rechtsmittel zu nutzen, um diese "Ungerechtigkeit zu korrigieren und den Beklagten die gleiche Behandlung zu geben, wie den anderen Gläubigern".

Die beiden Krypto-Riesen tragen eine öffentliche Fehde über die Rückforderung von Geldern aus. Nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im November 2022 kam es hierbei zu mehreren Klagen.

Die CEOs der beiden Unternehmen haben sich öffentliche Wortgefechte geliefert, in denen sie sich gegenseitig vorwarfen, zu wenig zusammenzuarbeiten, und mit rechtlichen Schritten drohten.

Gemini reichte am 27. Oktober ein Klage gegen Genesis ein, um 62.086.586 Anteile seines Grayscale Bitcoin Trust zu nutzen. Die Anteile wurden als Sicherheit verwendet, um Darlehen im Rahmen des Gemini Earn-Programms zu besichern. Die Sicherheiten sind derzeit etwa 1,6 Milliarden US-Dollar wert.

Genesis meldete im Januar Insolvenz an. Kurz zuvor wurden Auszahlungen im November 2022 ausgesetzt. Die Insolvenz von Genesis wirkte sich negativ auf das Gemini Earn-Programm aus, weshalb die Kryptobörse die Muttergesellschaft von Genesis, nämlich die Digital Currency Group (DCG), und ihren CEO Barry Silbert im Juli wegen Betrugs verklagte.

Im September verklagte Genesis DCG ebenfalls und forderte die Rückzahlung mehrerer Kredite im Wert von über 600 Millionen US-Dollar.

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