Deutsche Bitcoin-Bank Bitwala bekommt Finanzspritze von vier Millionen Euro

Die deutsche Bitcoin-Bank Bitwala hat in einer Finanzierungsrunde vier Millionen Euro an frischem Kapital erhalten, so eine Mitteilung des Startups vom 25. September.

Earlybird, ein Venture Capital-Investor mit Sitz in München, und Coparion, ein weiterer Venture Capitalist mit Standorten in Berlin und Köln, haben sich ebenfalls Investments in die Bitcoin-Bank verschrieben.

Wie Bitwala schreibt, will das Unternehmen mit dem zusätzlichen Kapital seine Angebotspalette ausweiten.  Bitwala-Chef Jörg von Minckwitz sagte dem Blog Finanz-Szene.de, sein Team wolle bereits von November an “Deutschlands erstes vollreguliertes Bankkonto auf Blockchain-Basis anbieten”.

Auf den Markt gebracht werden soll das Bitwala-Konto über die Solarisbank als Partnerinstitut. Wie bei einem klassischen Bankkonto sollen damit SEPA-Überweisungen, Daueraufträge, Geldabhebungen sowie Zahlungen per Debitkarte möglich sein. Über die gesetzliche Einlagensicherung werden die Guthaben der Kunden bis zu einem Betrag von 100.000 Euro abgesichert sein.

Neben klassischen Kontodienstleistungen wird das Bitwala-Konto ein Krypto-Wallet für Bitcoin und andere Kryptowährungen anbieten. Wie Bitwala-Chef von Minckwitz gegenüber Finanz-Szene.de versicherte, bietet in Deutschland bislang keine andere Bank einen ähnlichen Leistungsumfang.

“Wer sein Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen umtauschen möchte, muss dafür bislang den Umweg über eine entsprechende Börse - meist im Ausland - gehen. Wir bieten unseren Kunden erstmals an, ihr Geld mit dem Bitwala-Konto in Sekunden von Euro in Bitcoin zu tauschen. Dieses Angebot ist in Deutschland und vermutlich auch weltweit bislang einmalig.”

Während Bitcoin und der gesamte Kryptowährungssektor nach dem Preisrückgang in 2018 um eine Bodenbildung ringt, zeichnet sich allmählich eine zunehmende Akzeptanz der Finanztechnologie auch im Bankenbereich ab. Auch die deutsche Fidor Bank will bei dem Geschäft künftig kräftig mitmischen und sich dabei nicht nur auf Privatkunden beschränken. Wie am 22. September bekannt wurde, hat das Institut eine internationale Ausschreibung für den Aufbau einer API-Exchange-Plattform (APIX) als Fintech-Marktplatz und Sandbox in der ASEAN-Region gewonnen.