Circle CEO: „USA braucht Regulierung, damit Krypto-Firmen nicht abwandern“

Der Geschäftsführer des Krypto-Zahlungsdienstleisters Circle ist der Überzeugung, dass die USA ihre Regulierungsbemühungen intensivieren werden, um zu verhindern, dass Krypto-Unternehmen ins Ausland abwandern.

Die entsprechenden Äußerungen machte Jeremy Allaire am 31. Juli gegenüber Bloomberg. Der Circle Geschäftsführer betonte dabei explizit, dass Washington mittlerweile auch merkt, dass die Wirtschaftskraft der Branche verloren zu gehen droht, weshalb dieser Faktor bei der Ausgestaltung des gesetzlichen Rahmens immer mehr an Einfluss gewinnt.

Allaire war am Dienstag Teil der parlamentarischen Anhörung im US-Senat, die sich ebenfalls mit der Regulierung von Krypto und Blockchain befasst hatte.

Wie der Circle CEO im Interview erklärt, habe er festgestellt, dass die drohende Abwanderung der Krypto- und Blockchain-Unternehmen inzwischen auch ins Blickfeld der amerikanischen Politik geraten ist. Diese gesteigerte Aufmerksamkeit bewertet Allaire als positiv:

„Ich denke die Regulierung wird in erster Linie dazu führen, dass Sicherheitsvorkehrungen und Anlegerschutz aufgebaut werden, aber damit geht auch Klarheit einher, die dringend notwendig ist, damit die Branche aufblühen kann.“

Cointelegraph hatte zuvor schon berichtet, dass die bisherigen parlamentarischen Anhörungen zum Thema Krypto sowohl zu Lob als auch zu Kritik geführt haben.

Michael Crapo, der Vorsitzende des Bankenausschusses im US-Senat, rief den Abgeordneten vor wenigen Tagen die Tragweite der Anlageklasse ins Gedächtnis, so sieht er für eine etwaige Restriktion wenig Chancen:

„Wenn wir uns in den USA dafür entscheiden, dass Kryptowährungen verboten werden sollen, dann werden wir ziemlich sicher daran scheitern, da es sich hierbei um eine globale Innovation handelt.“

Allaire geht derweil davon aus, dass Kryptowährungen zunächst nur im Zusammenspiel mit den üblichen Fiatwährungen funktionieren werden, ehe sie irgendwann womöglich alleinstehend sein können. So würden Regierungen zunächst wohl nur digitales Zentralbankgeld durchwinken, das wiederum auf Blockchain-Systemen basieren könnte.