Dänemark nimmt 2.700 Bitcoin-Händler wegen Steuerzahlungen ins Visier

Die dänische Steuerbehörde (Skattestyrelsen) hat bestätigt, dass 2.700 Personen "identifiziert" wurden, die laut der Behörde Steuern auf Bitcoin (BTC)-Gewinne bezahlen müssen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 12. Dezember hervor.

Laut Skattestyrelsen kauften und verkauften diese dänischen Bürger zwischen 2015 und 2017 Bitcoin über eine ungenannte finnische Kryptowährungsbörse, gaben aber keine Gewinne oder Verluste auf den Steuererklärungen an.

Nun will sich die Behörde an jeden Einzelnen wenden, um herauszufinden, inwiefern Zahlungsverpflichtungen bestehen.

"Im Moment identifizieren wir einzelne Bürger und gleichen die Informationen mit denen, die wir haben, ab", so die Steuerdirektorin Karin Bergen weiter:

"Wenn etwas nicht in Ordnung ist, werden wir uns mit diesen Bürgern in Verbindung setzen und weitere Informationen einholen. Aber wie viele Menschen das sind und was das für Folgen hat, ist noch nicht abzusehen."

Skattestyrelsen erwähnte nicht, um welche Börse es sich handeln soll. Aber es hieß, dass die Informationen von einem Hinweis der finnischen Steuerbehörden stammen würden.

Finnland ist die Heimat der bekannten internationalen P2P-Bitcoin-Handelsplattform LocalBitcoins, die in diesem Jahr begrenzte Prozesse zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) und Identitätsprüfung (KYC) für Kontoinhaber mit einem hohen Volumen implementiert hat.

Die 2.700 beteiligten Händler kauften Bitcoin im Wert von umgerechnet rund 6,66 Mio. Euro und verkauften Bitcoin im Wert von rund 7,1 Mio. Euro.

"Das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs", fügte Bergen hinzu:

"Das Wissen, das wir über Data Mining, Segmente und Methoden im Allgemeinen gewinnen, wird uns in diesem Bereich klüger machen und von unserer Führungs- und Kontrollarbeit profitieren."

Dänemark hat traditionell ein gemischtes Bild im Hinblick auf seine Einstellung zu Kryptowährung vermittelt. In diesem Monat gibt es im Land insgesamt 1.500 Bitcoin-akzeptierende Restaurants über das Online-Lebensmittelportal Hungry.dk. Die lokale Bank Nordea hat ihren Mitarbeitern Anfang des Jahres hingegen verboten, Krypto zu besitzen.