Deutsche Börse führt digitale Wertpapiere zur Finanzierung von Startups ein

Das Venture Network der Deutschen Börse ist eine neue Kooperation eingegangen, über die sie ab sofort digitale Wertpapiere anbietet.

Deutsche Börse traut sich an digitale Wertpapiere heran

In einer entsprechenden Pressemitteilung vom 30. Oktober schreibt das Deutsche Börse Venture Network, dass sie die entsprechende Partnerschaft mit einem Fintech-Unternehmen namens Cashlink eingegangen ist

Dadurch sind ausschließlich professionelle Investoren nun in der Lage, auf digitalem Wege in die am DBVN beteiligten Startups zu investieren. Das System von Cashlink basiert auf der Blockchain-Technologie.

Die digitalen Wertpapiere sind in ihrem rechtlichen Status einer normalen Unternehmensbeteiligung gleich.

Peter Fricke, der Leiter des Deutsche Börse Venture Networks, meint in diesem Zusammenhang:

„Mit dem neuen Angebot unseres Partners vereinfachen wir die Kapitalaufnahme für Start-ups aus unserem Netzwerk und das in einem regulierten Rahmen.“

Im Zuge dessen würde man auch die Zusammenarbeit mit Cashlink intensivieren, die bereits seit 2016 im Frankfurter FinTech Hub ansässig ist.

Deutschland setzt sich zunehmend mit Krypto und Blockchain auseinander

Vergangene Woche hatte die Deutsche Börse in Kooperation mit der Commerzbank bereits die Abwicklung von „tokenisierten“ Wertpapieren erprobt.

Im Bezug auf die heutige Pressemitteilung ergänzte Cashlink Geschäftsführer Michael Duttlinger:

„Die digitalen Wertpapiere eignen sich für unterschiedliche Zwecke, z.B. als Alternative zur herkömmlichen Risikokapitalfinanzierung, als digitale Mitarbeiterbeteiligung, als digitale Abbildung von Risikokapitalfonds oder zur Investition durch außereuropäische Investoren.“

Krypto und Blockchain scheinen in Deutschland immer mehr zum Thema zu werden, nachdem sich die Politik zuvor lange Zeit nicht an das Thema herangewagt hatte, was unweigerlich eine abwartende Haltung der heimischen Branche zur Folge hatte.