Staatliche Digitalwährung von Dubai erhält eigenes Zahlungssystem

In naher Zukunft können Verbraucher in Dubai Digitalwährung nutzen, um damit für Waren, Dienstleistungen und sonstigen Service zu bezahlen. Hintergrund ist eine neue Partnerschaft zwischen der Regierung und einem Zahlungsanbieter, wie am 9.Oktober in der dazugehörigen Pressemitteilung vermeldet wird.

Die Vereinbarung zwischen emcredit, einer Tochter von Dubais Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung, und dem Blockchain-Zahlungsdienstleister Pundi X bzw. dessen Partner Ebooc Fintech & Loyalty Labs LLC soll den Kunden direkt am Verkaufsort (Point-of-Sale) ermöglichen, mit der emcash Währung von emcredit zu zahlen.

Ebooc wird die entsprechenden Geräte in den Geschäften platzieren, während Pundi X für die nächsten 3 Jahre plant weltweit 100.000 Geräte in Umlauf zu bringen, so die Pressemitteilung.   

Emcash ist an die Fiat-Währung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), den Dirham, gebunden.

„Wir haben die Vision, dass die Verbraucher in Dubai alle ihre Zahlungen in Echtzeit über die Dubai-Digitalwährung abwickeln, egal ob es Einkäufe oder Steuern sind“, so Abdalla Al Shamsi, Geschäftsführer und Mitbegründer von Ebooc, in der Ankündigung.

Dubai präsentiert sich auf Staatsebene weiterhin als Blockchain-Innovator, wobei man einen vielschichtigen Plan verfolgt, um bis zum Jahr 2020 eine totale Blockchain-City zu werden.

Die Einführung von emcash wurde erstmals im September 2017 vorgeschlagen, Cointelegraph berichtete, wobei nähere Details zum Zahlungsnetzwerk erst später herauskamen.

Pundi X zog ungewollt die Aufmerksamkeit auf sich, als Hacker 2,6 Mrd. der eigenen NPXS-Tokens von der südkoreanischen Kryptobörse Coinrail stehlen konnten. Im Juli hatte Bancor vermeldet, dass durch ein Sicherheitsleck 300.000 Pundi X Token entwendet wurden.