Facebooks Stellenanzeige legt neue Details zur Calibra Wallet offen

Facebook hat eine neue Stellenanzeige geschaltet, in der ein leitender Datenanalyst gesucht wird, der an der geplanten Calibra Wallet arbeiten soll. Aus der Stellenanzeige werden weitere Details über das Krypto-Projekt des Social-Media Konzerns ersichtlich.

Laut Stellenanzeige sucht Facebook demnach einen „erfahrenen leitenden Datenanalysten“, der in der Lage ist, Daten auszuwerten, um daraus die strategische Marschrichtung der Wallet abzuleiten.

Als eine der Hauptaufgaben ist angegeben, dass erforscht werden soll, in welchem Kontext Nutzer die Wallet einsetzen, woraus wiederum etwaige Geschäftsmöglichkeiten erkannt werden sollen. Des Weiteren gehören Führungsqualitäten und mindestens 8 Jahre Erfahrung in der Quantitativen Analyse zu den nötigen Qualifikationen für die Stelle.

Außerdem müsse der gewünschte Kandidat „hochmotiviert, ergebnisorientiert und selbständig“ arbeiten, gleichsam solle er oder sie ein leidenschaftliches Interesse daran haben, „Finanzdienstleistungen in Entwicklungsländern zu etablieren“.

Darüber hinaus deckt die Stellenanzeige noch konkretere Details zur Calibra Wallet auf, so heißt es:

„Die Wallet soll als Vehikel für viele verschiedene Finanzdienstleistungen dienen, angefangen von einfachen Überweisungen, über Zahlungen bei Einzel- und Onlinehändlern, bis hin zu Kreditvergabe und Vermögensverwaltung.“  

In der vergangenen Woche hatte Facebook das Whitepaper für die firmeneigene Kryptowährung vorgestellt, die den Namen Libra trägt. Im Zuge dessen wurde auch die Calibra Wallet angekündigt.

Der Social-Media Konzern fokussiert sich dabei unter anderem auf Entwicklungsländer, in denen die Bevölkerungen keinen Zugang zu einem normalen Bankensystem haben. Ein Facebook Sprecher hat allerdings schon eingeräumt, dass die Digitalwährung nicht in solchen Ländern angeboten werden soll, die geltende Verbote für Kryptowährungen haben. Dadurch würde schon jetzt ein großer potenzieller Markt wie Indien wegfallen.

Am 21. Juni wurde bekanntgegeben, dass die Zentralbanken der G7-Staaten eine Sonderkommission einrichten, die die gesetzliche Regulierung von Libra untersuchen soll.

Auch Stimmen aus der Kryptobranche haben sich bereits kritisch über das Projekt geäußert, so meinte Ethereum Mitgründer Joseph Lubin zum Beispiel, dass Libra „ein zentralisierter Wolf im dezentralisierten Schafspelz“ ist, womit er darauf anspielt, dass die Facebook Kryptowährung von einem Großkonzern verwaltet wird, was dem Grundgedanken der Blockchain-Technologie widerspricht.