Fake-Webseite posiert als Bakkt-Plattform

Eine neue betrügerische Bitcoin (BTC)-Webseite, die sich als die digitale Vermögenswertplattform Bakkt ausgibt, ist im Internet aufgetaucht. Die Domain "bakktplatform.io" wurde am 31. Januar registriert.

Die gefälschte Bakkt-Webseite behauptet, dass der Start der Plattform für den 12. März geplant sei und bietet Investoren auch die Möglichkeit, an einer weiteren Finanzierungsrunde teilzunehmen, bei der "Investitionen" in Bitcoin akzeptiert werden.

Die gefälschte Webseite gibt offizielle Daten aus dem echten Bakkt-Blog wider und erwähnt, dass die kommende digitale Vermögenswertplattform Ende 2018 umgerechnet rund 160,9 Mio. Euro aufgebracht habe und kündigte eine zweite Investitionsrunde für "alle interessierten Investoren, die an die Zukunft des Kryptowährungsmarktes glauben" an.

Mutmaßliche betrügerische Bakkt-Webseite, Screenshot vom 7. Februar

Mutmaßliche betrügerische Bakkt-Webseite, Screenshot vom 7. Februar. Quelle: WebArchive

Die neue Finanzierungsrunde, die angeblich am 25. Februar endet, erforderte lediglich einen Namen und eine E-Mail-Adresse, um zu investieren, und akzeptierte ausschließlich Bitcoin. Dazu wurde eine Bitcoin-Wallet-Adresse für "Investitionen" angegeben.

Der neue Betrug ist offensichtlich misslungen, denn die Bitcoin-Adresse, auf die die Investitionen kommen sollten, bis Redaktionsschluss keine Transaktionen aufweist.

Im August 2018 hat die Intercontinental Exchange (ICE), die 23 führende globale Börsen betreibt, darunter die New Yorker Börse (NYSE), Bakkt angekündigt. Zuvor war die Markteinführung für Ende Januar 2019 vorgesehen.

Wie ICE am letzten Tag des Jahres 2018 berichtete, habe das Unternehmen Anfang 2019 einen neuen Zeitplan für die Einführung vorlegen wollen. Bisher ist das aber noch nicht geschehen.

Mitte Januar gab Bakkt bestimmte Vermögenswerte vom Futures-Kommissionshandelsunternehmen Rosenthal Collins Group bekannt, die die Plattform erworben habe. Dabei hieß es von dieser allerdings, dass sie den Betrieb inmitten des Shutdown der US-Regierung zu der Zeit verlangsamen würden. Dieser Shutdown hätte nämlich möglicherweise zu einer Verzögerung bei der Erteilung der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden geführt.

Die gefälschte Bakkt-Webseite ist bei Redaktionsschluss zwar auf der Warnliste von MetaMask, einer Browsererweiterung für das Ethereum (ETH)-Netzwerk, enthalten, aber immer noch aufrufbar. Derzeit bietet die Startseite der Webseite eine .exe-Anwendung zum Download an. Das soll eine kostenlose Testversion sein, die einen "Zugriff aus einer Hand" zu allen Futures-Märkten der Intercontinental Exchange (ICE) ermöglicht.

Auf eine Anfrage zur Stellungnahme hat Bakkt bis Redaktionsschluss nicht reagiert.