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Kollen Post
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Alex Cohen
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US-Justizministerium untersucht GameStop-Affäre

Das amerikanische Justizministerium gibt den Entwicklungen um GameStop, Robinhood und Reddit nun auch eine strafrechtliche Dimension.

US-Justizministerium untersucht GameStop-Affäre
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Das „Department of Justice“ (DoJ) nimmt sich nun ebenfalls den wilden Entwicklungen auf den Finanzmärkten in den vergangenen Wochen an.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf interne Quellen berichtet, leitet die Fraud-Abteilung, also die Abteilung für Betrug und Marktmanipulation, des amerikanischen Justizministeriums gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft von San Francisco Ermittlungen gegen die Handelsplattform Robinhood und das soziale Netzwerk Reddit ein, die im Mittelpunkt der Affäre um die Aktie des Videospielhändlers GameStop standen.

Die amerikanischen Aufsichtsbehörden befassen sich bereits mit den Vorwürfen etwaiger Marktmanipulation, so hatte die US-Börsenaufsicht SEC schon vor einigen Tagen ein entsprechendes Statement abgegeben, in dem sie ihre eigenen Untersuchungen ankündigte.

Da sich die Affäre um GameStop, in der Kleinanleger sich auf dem sozialen Netzwerk Reddit zum gemeinschaftlichen Kauf der GME-Aktie angestachelt hatten, mittlerweile auch auf Kryptowährungen und andere Wertpapiere ausgeweitet hat und teilweise immer noch fortgeführt wird, hat die SEC nun höchstselbst den Handel der Aktie von SpectraScience gestoppt, da diese das nächste „Ziel“ der Kleinanleger war.

Auch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), also die Aufsichtsbehörde für Derivatehandel, will laut Wall Street Journal prüfen, ob die Reddit-Trader womöglich den Silbermarkt gezielt beeinflusst haben, nachdem der Handel einiger Aktien ausgesetzt wurde.

Im Gegensatz zu den Behörden CFTC und SEC sind die Ermittlungen des Justizministeriums allerdings strafrechtlich relevant, was bedeutet, dass den etwaigen „Verursachern“ womöglich sogar Freiheitsstrafen drohen.

Die amerikanische Politik befasst sich ebenfalls mit der Affäre, weshalb nun die Geschäftsführer der Handelsplattform Robinhood, der Vermögensverwaltung Melvin Capital und des Hedgefonds Citadel, die allesamt eine tragende Rolle in den Vorkommnissen gespielt haben, nächsten Donnerstag vor einem parlamentarischen Ausschuss aussagen müssen.

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