Forbes erstellt Liste der 50 größten Unternehmen, die Blockchain nutzen

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat am 16. April eine Liste veröffentlicht, auf der es Unternehmen zusammengetragen hat, die in irgendeiner Form auf Blockchain setzen und einen Wert von mindestens 1 Mrd. US-Dollar haben.

Die Liste namens „Blockchain’s Billion Dollar Babies“ führt 50 große Unternehmen auf, die aus verschiedensten Branchen kommen, wie zum Beispiel dem Banken- oder Versicherungswesen, der Lebensmittelindustrie oder dem produzierenden Gewerbe.

Darunter finden sich größtenteils viele bekannte Namen wie Amazon, Walmart, Facebook, ING DiBa, Mastercard, Microsoft oder Nestlé.

Aber auch einige Firmen aus der Kryptobranche haben es auf die Liste geschafft, dies sind die amerikanische Kryptobörse Coinbase, der europäische Mining-Hersteller Bitfury und der Blockchain-Finanzdienstleister Ripple, der den XRP-Token herausgibt.

Des Weiteren wird auch genannt, welche Blockchain-Protokolle von den jeweiligen Unternehmen genutzt werden. Dabei tauchen vor allen Dingen die Protokolle Hyperledger, Corda, das vom Konsortium R3 entwickelt wurde, sowie Ethereum besonders häufig auf.  

Um das Potenzial der Blockchain zu verdeutlichen, erklärt Forbes anhand der Clearing- und Treuhandgesellschaft DTCC, welch vermeintlich revolutionären Charakter die Technologie für bestimmte Arbeitsprozesse haben kann.

Laut Forbes macht die DTCC die Buchhaltung für den Großteil der 48 Billionen US-Dollar, die auf der Welt in Wertpapieren angelegt sind. Dafür werden von dem Unternehmen pro Tag mehr als 90 Millionen Transaktionen abgewickelt. Obwohl dies mittlerweile zwar elektronisch geschieht, entsteht nichtsdestotrotz ein beträchtlicher Mehraufwand durch die Art und Weise, in der der Dokumentationsprozess bisher noch durchgeführt wird. Da diese Arbeit durch Blockchain entscheidend vereinfacht werden kann, erprobt die DTCC deshalb zunächst für 50.000 große Accounts den Einsatz der Technologie, was schon beträchtliche Abhilfe schaffen würde.

Mitte März hat die DTCC darüber hinaus ein sogenanntes „Whitepaper“ veröffentlicht, in dem es um die Abwicklung von „tokenisierten“ Wertpapieren geht. Dahingehend schlägt das Papier vor, dass sich die neue Anlageklasse nach den geltenden Vorschriften für die bestehenden Wertpapiermärkte richten sollte, um einen Konflikt mit dem Gesetz im Voraus zu vermeiden. Tokenisierung meint die digitale Verpackung von Vermögenswerten, wie zum Beispiel Aktien. Durch die Herunterbrechung in kleine Einzelteile könnte die Anlageklasse so auch für Anleger mit geringerem Kapital interessant werden, da so eine der größten Eintrittsbarrieren abgebaut wird.