Frankreichs Finanzmarktaufsicht warnt vor Krypto-Lernplattform

Die französische Finanzmarktaufsicht AMF hat eine offizielle Warnung gegen ein Unternehmen ausgesprochen, das vermeintliche Lehrmaterialien für den Handel mit Kryptowährungen anbietet. Dies geht am 9. April aus einer entsprechenden Mitteilung der Aufsichtsbehörde hervor.

Die „Autorité des marchés financiers“ warnt darin vor der Firma Kuvera LLC(1)/Kuvera France, der vorgeworfen wird, den Handel mit „hochspekulativen Produkten“ zu fördern und besonders junge Menschen dazu zu verleiten. Das Unternehmen bietet auf seinem Portal etwaige Lehrmaterialien und Software-Lösungen an, die deren Nutzern dabei helfen sollen, im Krypto-Handel und Devisenhandel tätig zu sein.

Zusätzlich setzt die Kuvera ein Kundenwerbungsprogramm ein, dass ein Anreizsystem für bestehende Nutzer darstellt, um weitere Kunden zu rekrutieren. Die AMF stellt gänzlich fest, dass das Unternehmen keine Zulassung für den französischen Markt hat

Frankreichs Finanzmarktaufsicht hatte zuvor schon vor anderen Unternehmen aus der Kryptobranche gewarnt. So hatte die Behörde im vergangenen Dezember vier Firmen auf ihre Schwarze Liste gesetzt, die unerlaubte Krypto-Investitionen offeriert hatten. In der damaligen Mitteilung wurden Verbraucher darauf hingewiesen, achtsam zu sein, da „ständig neue unerlaubte Angebote auftauchen“ würden.

Im September hatte die AMF insgesamt 21 Investitions-Webseiten in ihre Schwarze Liste aufgenommen, darunter mehrere Seiten mit Krypto-Bezug. Hier hat es sich laut der Behörde um „unerlaubte Webseiten“ gehandelt, die „unübliche Investitionsangebote“ verbreiten würden. Die Schwarze Liste sei allerdings „noch nicht vollständig”, was schon damals ein Hinweis darauf war, dass die Behörde zukünftig auch gegen ähnliche Seiten vorgehen wird.

Im März hat Eric Woerth, der Vorsitzende des parlamentarischen Finanzausschusses in Frankreich, ein Generalverbot für Kryptowährungen angeregt. Dahingehend führte er an, dass durch die Krypto-Technologie vermeintlich Betrug, Steuerhinterziehung und Geldwäsche begünstigt werden, außerdem wäre damit ein besonders hoher Stromverbrauch verbunden.