Frankreich: Tabakläden verkaufen nun Bitcoin - trotz regulatorischer Unsicherheit

Mehrere Tabakläden in Paris, Frankreich, haben trotz regulatorischer Unsicherheit mit dem Verkauf von Bitcoin (BTC) gegen Fiat begonnen, wie Reuters am Dienstag, 8. Januar, berichtete.

Reuters hat erfahren, dass die weltweit größte Kryptowährung nun in sechs Tabakläden in Paris erhältlich ist. In einem anderen Bericht hat das französische Magazin Capital jedoch wiederum behauptet, dass es derzeit bis zu 24 Geschäfte gebe, die an dem Experiment teilnehmen, das von Keplerk unterstützt wird, einem französischen Anbieter für Kryptowährungs-Wallets.

Laut Capital können Kunden Bitcoin im Wert von von 50, 100 oder 250 Euro erwerben. Der Tabakladen stellt dann ein Ticket mit einem alphanumerischen Code und einem QR-Code zur Verfügung, mit dem die gekauften Bitcoins über die Webseite von Keplerk geholt werden können. Das Magazin fügte hinzu, dass Keplerk eine Gebühr von 7 Prozent auf jede Zahlung erhebt, von der 1,25 Prozent an den Tabakladen gehen.

Adil Zakhar, ein Mitbegründer von Keplerk, hat gegenüber Reuters erklärt, dass er plane, das Projekt bis Februar auf 6.500 Tabakläden auszuweiten.

Wie Cointelegraph im November 2018 berichtete, hat der französische Tabakverband die Erlaubnis erhalten, Bitcoin in seinen Geschäften zu handeln. Diese Erlaubnis wurde von der französischen Aufsichts- und Beschlussstelle (ACPR) eingeholt, einer unabhängigen Behörde, die unter der Schirmherrschaft der französischen Zentralbank steht.

Am selben Tag wies die Zentralbank des Landes diese Berichte jedoch zurück und sagte, dass sie keine Geschäfte im Zusammenhang mit Kryptowährungen genehmigt habe.

Darüber hinaus hat die französische Börsenaufsicht (AMF) eine Erklärung in diesem Zusammenhang veröffentlicht, in der sie die Öffentlichkeit an die Risiken bei Kryptowährungen erinnerte. Darüber hinaus erklärte die AMF, dass PAYSAFEBIT SASU - die juristische Person hinter Keplerk - nicht von französischen Behörden zugelassen sei.

Dennoch berichtete Reuters in seinem jüngsten Artikel, dass die französische Regierung kein De-facto-Verbot für den Verkauf von Bitcoin in Tabakläden verhängt habe.

Frankreich hat weiterhin eine gemischte Haltung gegenüber Kryptowährungen: im Dezember etwa, hat die AMF vier kryptobezogene Webseiten wegen ungenehmigter Investmentangebote auf die schwarze Liste gesetzt. Am 18. Dezember lehnte das französische Parlament den Großteil der kryptobezogenen Änderungen des Finanzgesetzes für das Jahr 2019 ab. Diese sollten die Besteuerung von Unternehmern und Gewerbetreibenden reduzieren.