Der Finanzstabilitätsrat (FSB), eine in der Schweiz ansässige internationale Organisation der G20-Staaten, ist in ihrem jüngsten Bericht zu dem Ergebnis gekommen, dass die nationalen Finanzaufsichten ihre Risikobewertung hinsichtlich Kryptowährungen korrigieren müssen. Dies meldet Reuters am 31. Mai.

Die Finanzaufsichtsbehörden der verschiedenen Länder müssten demnach lernen, die Risiken, die von Krypto-Vermögenswerten ausgehen, besser einschätzen zu können. Als etwaigen Gradmesser schlägt der Bericht dahingehend vor, zu betrachten, wie intensiv Banken und Finanzinstitute mit Kryptowährungen arbeiten. Gleichsam entwarnt der FSB allerdings, dass diese momentan noch „kein wirkliches Risiko“ für die Stabilität der Finanzmärkte darstellen.

Des Weiteren sieht der Bericht die derzeitigen Gesetze zur Krypto-Regulierung als unzureichend und meint, dass die hohe Geschwindigkeit der technologischen Innovation dazu führt, dass bestehende Regulierungsvorschriften immer stärker hinterherhinken werden. Außerdem wären die Standards der verschiedenen Länder noch so unterschiedlich, dass Krypto-Vermögenswerte teilweise überhaupt nicht reguliert werden.

Als Beispiel wird China angeführt, das ein nahezu „vollständiges Verbot“ für Kryptobörsen ausgesprochen hat, während Japan versucht die Handelsplattformen über Zulassungsbestimmungen im Zaum zu halten.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtet hatte, geht Japan mit zunehmender Härte gegen Kryptobörsen vor, die sich nicht ausreichend um Geldwäschebekämpfung bemühen. Im Gegensatz zu China und Südkorea sind Initial Coin Offerings in Japan derzeit noch legal. Außerdem ist Japan der nächste Gastgeber für den G20-Gipfel im Juni, es wird vermutet, dass das Land im Zuge dessen auch eine Diskussion zur internationalen Krypto-Regulierung anstößt.

 

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