Cointelegraph
Veronika Rinecker
Verfasst von Veronika Rinecker,Redaktionsautor
Alex Cohen
Geprüft von Alex Cohen,Ehemaliger Redakteur

Deutsche Ermittler beschlagnahmen 543 Bitcoins (BTC) im Wert von 23 Millionen Euro

Das Bundeskriminalamt hat im Darknet die illegale Plattform „Hydra Market“ abgeschaltet. Bitcoins im Wert von 23 Millionen Euro wurden beschlagnahmt.

Deutsche Ermittler beschlagnahmen 543 Bitcoins (BTC) im Wert von 23 Millionen Euro
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Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main haben den illegalen Darknet-Marktplatz “Hydra Market” offline genommen, wie das BKA am 5. April mitteilte. Demnach wurden 543 Bitcoins (BTC) im Wert von rund 23 Millionen Euro beschlagnahmt. 

“Umsatzstärkster illegaler Marktplatz”

Gegen die bisher unbekannten Betreiber und Administratoren von “Hydra Market” wird derzeit ermittelt. Diesen wird der Handel mit Betäubungsmitteln und Geldwäsche vorgeworfen. Zudem wurden auf der vermutlich seit 2015 existierenden russischsprachigen Plattform weltweit gestohlene Daten, gefälschte Dokumente sowie digitale Dienstleistungen angeboten. Der von dem Marktplatz bereitgestellte Bitcoin-Bankmixer ist ein Dienst zur Verschleierung von digitalen Transaktionen und hat die Ermittlungen zum Geldfluss der Kryptowährungen verkompliziert.

Laut dem BKA hatte “Hydra Market” etwa 17 Millionen Kunden sowie über 19.000 Verkäufer. Nach Einschätzung der Fachleute sei die Plattform damit “der umsatzstärkste illegale Marktplatz weltweit gewesen”.

​​Auf der Webseite der Plattform ist nun ein Banner zu sehen, der über die behördliche Abschaltung informiert. Die Ermittlungen liefen demnach schon seit 2021. An den Ermittlungen sind auch mehrere US-Behörden beteiligt. 

Verdachtsmeldungen zu Bitcoin und Co. nehmen zu

Die Verdachtsmeldungen auf Geldwäsche im Zusammenhang mit Kryptowährungen sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) registriert zahlreiche Meldungen von Blockchain-Analyseanbietern und Verdachtsfällen sowie berichtet von Auffälligkeiten in Verbindung mit Kryptowährungen. Im Jahr 2019 lag die Zahl solcher Meldungen bei rund 760. Im Jahr 2020 hingegen stieg diese Zahl bereits auf ca. 2050 Meldungen. 

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