Hongkongs Geldautorität plant eine Blockchain-basierte Handelsfinanzierungsplattform

Hongkongs de facto Zentralbank wird im August mit 21 Banken eine maßgeschneiderte Blockchain-Lösung für Handelsfinanzierungen einführen, wie die Financial Times (FT) am Sonntag, den 15. Juli berichtete.

Das Gemeinschaftsunternehmen der Hongkonger Geldautorität und OneConnect, der Tochterfirma der chinesischen Firma Ping An Group, soll substantiell für weniger Papierarbeit sorgen und Kosten- und Sicherheitsrisiken für die Teilnehmer senken, berichtet FT.

Das Hauptziel der 21 Teilnehmer ist es auch, die Zeit und Bürokratie zu reduzieren, die beim Unterzeichnen neuer Unternehmungen im Bereich Bankdienstleistungen anfällt, indem Transaktionen einfacher abgewickelt werden können.

Durch die Verwendung von Blockchain sollen "einige" Transaktionen nur noch einen Tag statt 2 Wochen benötigen, wie es aktuell der Fall ist.

Das Unternehmen wurde erstmals im November 2017 angekündigt und ist das erste Beispiel für ein Zusammenspiel eines Regulators, der "Banken zusammenbringt", um Handelsfinanzierungen zu verbessern, wie es Ping Ans leitende Angestellte Jessica Tan beschrieb. Wie Cointelegraph im Mai berichtete, führte HSBC eine ähnliche Operation im kleineren Umfang mit nur einer individuellen Bank durch, um ebenfalls seine Handelsfinanzierungsgeschäfte zu verbessern.

"Anstatt dass einzelne Banken versuchen, dies zu tun, haben Sie die Aufsichtsbehörde, welche versucht, die Banken zusammenzubringen", sagte Tan gegenüber FT.

Ping An hat bereits Blockchain-basierte Lösungen für den chinesischen Binnenmarkt entwickelt und hofft laut der FT, dass die gleiche Technologie jetzt über staatliche Grenze hinaus Erfolg haben wird. Ping An ist ebenfalls Chinas zweitgrößter Versicherer mit verwalteten Vermögenswerten in Höhe von 4,7 Tln. Yuan (603 Mrd. Euro) und trat R3-Konsortium im Jahr 2016 bei.