Parlamentarischer Ausschuss will Krypto-kritischen US-Finanzminister zu Libra befragen

Die US-Abgeordnete Maxine Waters, die dem parlamentarischen Ausschuss für Finanzdienstleistungen vorsitzt, hat offiziell bekanntgegeben, dass der Ausschuss seine Prüfung der Facebook Kryptowährung Libra und der angehörigen Calibra Wallet weiter fortsetzen wird, wobei demnächst auch der Krypto-kritische Finanzminister Mnuchin zu Wort kommen soll.

Auf der Prioritätenliste für 2019 ganz weit oben

Die entsprechende Mitteilung hat Waters am 23. August gemacht, als sie die Prioritäten des Ausschusses für den Herbst 2019 vorgestellt hat. Demnach sollen dafür besonders noch Regierung und Aufsichtsbehörden angehört werden.

In diesem Zusammenhang benennt Waters explizit Finanzminister Mnuchin, Verbraucherschutzdirektor Kraninger, Dr. Mark Calabria, den Vorsitzenden der Aufsichtsbehörde für Immobilienfinanzierung, und Randal Quarles, den Vize-Chef der amerikanischen Zentralbank, als Teilnehmer der bevorstehenden Anhörungen zu Libra.

Waters bleibt skeptisch

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, hatte Waters Facebook im Juni dazu aufgefordert, die Entwicklung von Libra vorübergehend auszusetzen, so sagte sie damals:

„Im Hinblick auf die schwierige Vergangenheit des Konzerns, fordere ich Facebook dazu auf, einem vorübergehenden Entwicklungsstopp für die geplante Kryptowährung zuzustimmen, damit Parlament und Aufsichtsbehörden ausreichend Zeit zur Prüfung haben.“

Im Juli hatte die Abgeordnete ihre Kritik im Rahmen der parlamentarischen Anhörungen verschärft, so meinte sie zu diesem Zeitpunkt, dass Facebook „nicht in der Lage ist, die Daten seiner Nutzer zu schützen“, was der Social-Media Konzern bereits im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016 bewiesen habe, als Facebook Nutzer „gezielt vom russischen Staat manipuliert wurden“.

Finanzminister Mnuchin ist für Krypto-Kritik bekannt

Finanminister Steven Mnuchin, den Waters ebenfalls in die kommenden Anhörungen berufen hat, hat sich zuletzt ähnlich kritisch gegenüber Kryptowährungen gezeigt. So behauptete er im Juli, dass Bitcoin (BTC) mittlerweile mehr für Geldwäsche genutzt wird als Bargeld. Seiner Ansicht nach werden Kryptowährungen „hauptsächlich für illegale Aktivitäten und Spekulation“ verwendet. Diese Vermutung konkretisierte er wie folgt:

„Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoin, werden bereits in Milliardenhöhe genutzt, um illegale Aktivitäten zu begünstigen, darunter Verbreichen wie Cyberkriminalität, Steuerhinterziehung, Erpressung, Drogenhandel, Menschenhandel, usw. […] Es geht bei diesem Thema also im wahrsten Sinne des Wortes um die nationale Sicherheit.“