ICOs können laut EU-Gesetzgeber mit neuen Crowdfunding-Regeln "Legitimität nachweisen"

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments arbeitet an neuen Crowdfunding-Regelungen, die sich bis zu einem gewissen Grad auf Initial Coin Offerings (ICOs) auswirken könnten, wie ein Berichtentwurf vom 10. August schreibt.

Ashley Fox, ein britisches Mitglied des Europäischen Parlaments (MEP), schlägt vor, einige ICOs in den Zuständigkeitsbereich eines neuen Entwurfs für einen Regulierungsrahmen für Crowdfunding zu stellen, an dem seit März gearbeitet wird.

Laut dem Bericht stellen die skizzierten Crowdfunding-Regeln zwar keine eindeutige Lösung zur Regulierung der ICO-Sphäre dar, seien aber "ein dringend benötigten Schritt" in Richtung einer Einführung von angemessenen, regulatorischen Maßnahmen, um die Investoren zu schützen.

Mit der Betonung, dass ICOs einen "exzellenten Finanzierungsstrom für Tech-Startups" darstellen, suggeriert der Bericht, dass das neue Rahmenwert eine "Möglichkeit" für ICOs darstellt, "die ihre Legitimität zum Einhalten der Bedingungen dieser Regulation beweisen möchten".

"Um einen wettbewerbsfähigen Unionsrahmen zu ermöglichen, sollten Crowdfunding-Diensteanbieter über ihre Plattformen mit bestimmten Kryptowährungen Kapital aufnehmen können. [...] ICOs bieten neue und innovative Finanzierungsmöglichkeiten, können aber auch erhebliche Markt-, Betrugs- und Cybersicherheit-Risiken für Investoren mit sich ziehen. Daher sollten [ICO] spezifische, zusätzliche Anforderungen gemäß dieser Verordnung erfüllen. "

Fox schlägt vor, dass die neuen Bedingungen nicht auf jeden Typus ICO zutreffen sollten. Zu den Ausnahmen zählen beispielsweise ICOs, die als "Privatplatzierungen" gelten, die einen Kontrahenten nutzen oder über 8 Mio. Euro beschaffen wollen; die "Schwelle, bis zu der die EU-Mitgliedstaaten Wertpapierangebote von der Pflicht befreien können einen Prospekt gemäß Artikel 3 der Verordnung (EU) 2017/1129 des Europäischen Parlaments und des Rates zu veröffentlichen."

Ein kürzlich veröffentlichter Report der "Big Four" Beratungsfirma PwC und der Schweizer Crypto Valley Association enthüllt die neuen Methoden, mit denen die "boomende" ICO-Sphäre derzeit weltweit angegangen wird;

"Die USA verwenden ein zentralisiertes System, in dem alle von ICO angebotenen Token als Wertpapiere gehandelt werden. In Europa dagegen herrscht eine differenzierte Regulierung vor, nach der Token in drei Untertypen eingeteilt werden: Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Nutzungs-Token [...] Die Regulierung in Asien ist zu guter Letzt sehr heterogen, vom strikten Verbot bis hin zur aktiven Förderung von ICO-Projekten." "