Iran: Kopfgeld auf illegales Krypto-Mining ausgesetzt

Iranische Behörden haben ein Kopfgeld für die Anzeige von nicht autorisierten Mining-Betrieben im Land ausgesetzt, wie die iranische Nachrichtenplattform PressTV am 13. November berichtete.

Ein Sprecher des Energieministeriums gab das ausgesetzte Kopfgeld in einem Interview mit der lokalen Nachrichtenplattform IRIB News bekannt und erläuterte dabei den neuen Strompreistarif für Miner.

Mostafa Rajabi, der erwähnte Sprecher, sagte gestern, dass Leute, die Kryptowährungs-Mining-Betriebe anzeigen, die illegal subventionierten Strom verwenden, bis zu 20 Prozent des Schadenersatzes erhalten würden.

Rajabi sagte gegenüber Reportern, dass neue Vorschriften es Minern untersagen, zu Zeiten erhöhten Stromverbrauchs zu arbeiten.

Der Sprecher sagte auch, dass der durchschnittliche Strompreis für Miner 9.650 Rials (0,29 US-Dollar) pro Kilowattstunde betrage. Derselbe Tarif gilt für den Export von Strom. Er erklärte, dass der Preis in kälteren Monaten etwa die Hälfte davon und in warmen Monaten viermal so hoch wäre, wenn der Stromverbrauch aufgrund der Hitze steigt.

Iran greift hart gegen illegales Krypto-Mining durch

Nach den jüngsten Vorschriften für die Kryptowährungsbranche des Landes folgte ein hartes Durchgreifen gegen illegale Mining-Aktivitäten. Wie Cointelegraph am 1. August berichtete, verhaftete die iranische Landespolizei eine Person, weil sie Kryptowährungsmining-Geräte ins Land geschmuggelt hatte.

Der Iran reguliert zunehmend das Kryptowährungs-Mining, nachdem das Land im September bekannt gab, dass es jedes Jahr die Möglichkeit gebe, Krypto-Mining-Aktivitäten registrieren zu lassen.

Die iranischen Vorschriften für das Mining von Kryptowährungen sind nicht ausschließlich negativ für lokale Betriebe. Im September gab die iranische Steuerverwaltung bekannt, dass inländische Mining-Unternehmen eine Steuerbefreiung erhalten könnten, wenn sie ihre ausländischen Einkünfte freiwillig zurückzugeben.