Eine israelische Forschungsgruppe für Digitalwährungen ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zentralbank des Landes keinen eigenen Token herausgeben sollte, wie es am 6. November in der entsprechenden Mitteilung heißt.
Die abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe, die im November 2017 vom Direktor der Bank of Israel ins Leben gerufen wurde, um „Zentralbank-gesteuerte Digitalwährungen [CBDCs]“ zu untersuchen, legte ihre Forschungsergebnisse diese Woche vor.
„Zentralbanken untersuchen auf der ganzen Welt die Herausgabe von Digitalwährungen bzw. den Einsatz von Blockchain-Technologie als Zahlungssystem, allerdings hat bisher noch keine große Industrienation eine flächendeckende Digitalwährung eingeführt“, so die zusammengefasste Bewertung. Dem wird angefügt:
„Die Arbeitsgruppe empfiehlt der Bank of Israel ausdrücklich nicht, zu diesem Zeitpunkt eine Digitalwährung zu emittieren. Es ist dringend notwendig, die weltweiten Entwicklungen zu beobachten, ehe eine fundierte Entscheidung über eine zukünftige Herausgabe getroffen werden kann.“
Eine solche Schlussfolgerung ist für das Bankwesen wenig überraschend, da mehrere Länder, darunter auch die Europäische Union, in diesem Jahr wegen der aktuellen Marktlage von der Einführung eigener Digitalwährungen absehen.
Ein Kommuniqué der Europäischen Zentralbank aus dem September hatte die fortwährende Beliebtheit von Bargeld und die Schwierigkeit einer vollumfänglichen Risikoabschätzung als Gründe für ihre dahingehende Entscheidung vorgebracht.
Eine CBDC-Analyse von Cointelegraph zeigt jedoch, dass die Chinesische Volksbank, die Bank Of Canada und die schwedische Zentralbank jeweils Interesse an einer solchen Technologie gezeigt haben.
Israel hatte in diesem Jahr seine proaktive Herangehensweise bzgl. der Kryptowährungen verstärkt. So hatte der Oberste Gerichtshof im Februar entschieden, dass Banken nicht mehr eigenmächtig die Zusammenarbeit mit der Krypto-Branche verweigern dürfen.
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