Japan: Vizepräsidenten verlassen Selbstregulierungskörper nach Compliance-Verwarnungen

Die zwei Vizepräsidenten von Japans selbstregulierender Krypto-Börsen-Assoziation haben ihren Rücktritt angekündigt, nachdem ihre Börsen regulatorische Verwarnungen erhielten, wie Cointelegraph Japan am 25. Juni berichtete.

Nur wenige Wochen nachdem Japans Assoziation für virtuelle Währungsbörsen (JVCEA) erste Richtlinien für "Beste Praktiken" in dem Sektor produziert hat, haben Yuzo Kano und Noriyuki Hiroyuki angekündigt, ihre aktuellen Positionen als Vizepräsidenten der Organisation niederzulegen.

Kano und Hiroyuki leiten die Geschäfte von bitFlyer bzw. Bitbank. Beide Unternehmen sollen Aufforderungen für Geschäftsverbesserung von Japans Finanzdienstleistungsagentur (FSA) am 22. Juni erhalten haben.

Insgesamt sechs Börsen müssen das Einhalten der neuen und strengeren Regeln für Japans Krypto-Börsensektor nachweisen, dabei geht es vor allem um Anti-Geldwäsche- (AML) und Know-Your-Customer-(KYC)-Standards..

Die FSA fordert für bitFlyer eine Reihe von Veränderungen, darunter "ein effektives Managementsystem [...] um einen ordnungsgemäßen und zuverlässigen Betrieb des Unternehmens sowie Gegenmaßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sicherzustellen."

Die JVCEA schien sich unterdessen von den Nachrichten nicht stören zu lassen und erklärt, dass sie ihre Mission fortsetzen würde.

"Wir werden weiterhin unser Möglichstes tun, um die Interessen der Nutzer zu schützen und die solide Entwicklung des Marktes für virtuellen Devisenhandel zu fördern, einschließlich der frühzeitige Einführung freiwilliger Regulierungsvorschriften", heißt es in der heutigen Erklärung.

Bisher ist unbekannt, wer Kano und Hiroyuki ersetzen wird und ob ihr Rücktritt die Zukunftspläne der Organisation beeinflussen wird.