Die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) möchte Bitcoin nicht mehr als virtuelle Währung beschreiben, wie Cointelegraph Japan am 8. April berichtete. Der Bericht berief sich dabei auf das Protokoll einer Sitzung vom 4. März.
Während einer Plenarsitzung auf der 41. Generalversammlung des Finanzrats und der 29. Sitzung der Finanzabteilung rief Professor Iwashita Goto von der Universität Kyoto die Mitglieder dazu auf, ihre Sichtweise auf Bitcoin zu überdenken.
Die größte Kryptowährung sei laut ihm aufgrund ihrer Grenzenlosigkeit, durch die sie in ihrer zehnjährigen Geschichte überall auf der ganzen Welt präsent war, mittlerweile etwas größeres als nur einem Mittel zum Handeln.
"Ich glaube, dass es nicht treffend wäre, Bitcoin als virtuelle Währung zu bezeichnen", fasste er zusammen.
Diese Kommentare erscheinen zu einer Zeit, in der Japan weiterhin allmählich seine nationale Kryptowährungsbranche formalisiert. Die FSA hat nun damit begonnen, Lizenzen an neue Kryptowährungsbörsen zu vergeben, die auf dem japanischen Markt aktiv sein wollen. Ziel dabei ist es, eine förderliche Regulierung zu schaffen.
Das Lizenzsystem, bei dem die Warteliste lang ist, war zum Teil eine Reaktion auf die Ereignisse der letzten zwei Jahre. Insbesondere spielte dabei der Millionen-Hackangriff auf die lokale Börse Coincheck im Januar 2018 eine Rolle.
Auch andere industrielle Verbrauchsgüter im Land sollen an diese Entwicklungen angepasst werden. Es ist etwa geplant, dass Bahnreisen mit Kryptowährung bezahlt werden können. Letzte Woche erreichte die japanische Handelsplattform Liquid den Einhornstatus. Das bedeutet, dass sie nun auf über 1 Mrd. US-Dollar (rund 890 Mio. Euro) geschätzt wurde.
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