Japans SBI-Gruppe entwickelt Plattform für Krypto-Derivate

Der japanische Finanzdienstleister SBI Holdings wird sein Krypto-Geschäftsportfolio durch den Erwerb einer 12-prozentigen Beteiligung an Clear Markets erweitern, so der am 31. Juli veröffentlichte Finanzbericht von SBI. SBI plant, in Zukunft bis zu 20 Prozent zu übernehmen.

Clear Markets ist ein in den USA ansässiger Entwickler und Betreiber von elektronischen Handelsplattformen, der in den USA, Großbritannien und Japan elektronische Handelsdienstleistungen für OTC-Derivate anbietet.

Die neue Beteiligung von SBI an Clear Markets ist Teil der Bemühungen, eine Handelsplattform für Kryptowährungs-Derivate zu schaffen, die sich an institutionelle Investoren richtet. Die Plattform soll es Finanzinstituten ermöglichen, auf dem Krypto-Derivatemarkt reibungsloser zu handeln.

Clear Markets wird Hedging für Kryptowährungs-Swap-Transaktionen anbieten, welche "für den Umgang mit Kryptowährungen und Finanzinstrumenten, die Kryptowährungen verwenden, notwendig sind". In dem Bericht stellte die SBI Group fest, dass der verstärkte Einsatz von Kryptowährungen und deren Derivaten die Liquidität erhöhen wird.

Der Preis der Beteiligung ist unbekannt, wird von Nikkei Asian Review aber mit rund 9 Millionen Dollar veranschlagt.

Clear Markets plant die Einführung eines Krypto-Swap-Handelsdienstes und verfügt über eine SEF-Lizenz (Swap Execution Facility) der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und ist im Derivate-Brokerage in Großbritannien und 32 Ländern in Europa aktiv. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der QUICK Corp., einer Tochtergesellschaft der japanischen Nikkei Inc.

SBI hat im vergangenen Jahr in mehr als 20 Krypto-Projekte investiert und die öffentliche Version der Krypto-Börse VCTRADE am 17. Juli offiziell eingeführt.

Was die Einführung von Kryptowährungen betrifft, ist Japan eines der führenden Länder. Laut Mark Brickell, Geschäftsführer von Clear Markets, hat "bis zu 50 Prozent des Bargeldhandels in Kryptowährung" bislang überhaupt in Japan stattgefunden.

Letzte Woche hat die Japan Virtual Currency Exchange Association (JVCEA) angekündigt, dass sie von ihren Mitgliedsbörsen verlangen wird, die Handelsaktivitäten einiger Kunden zu begrenzen, um zu verhindern, dass Investoren mit "kleinen Vermögenswerten" hohe Verluste erleiden.